Gebrauchtwagen Standkosten stark gestiegen

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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Die Standzeiten sind zwar – zumindest bei Verbrennern – etwas kürzer als vor einem Jahr. Dafür kostet jeder Standtag den Handel deutlich mehr Geld, wie die Deutsche Automobil Treuhand ermittelt hat.

Jeder Standtag kostet – zuletzt im Schnitt 30 Euro.(Bild:  Simon – VCG)
Jeder Standtag kostet – zuletzt im Schnitt 30 Euro.
(Bild: Simon – VCG)

Autos, die im Handel auf einen Käufer warten, kosten Kfz-Betriebe im Schnitt 30 Euro pro Tag. Damit sind die Standkosten gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel (30,4 %) gestiegen. Im Oktober 2023 belasteten Gebrauchte den Handel noch mit durchschnittlich 23 Euro täglich, berichtet die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) in der neuesten Ausgabe des DAT-Barometers.

Die Standkosten setzen sich unter anderem zusammen aus Faktoren wie den (gestiegenen) Gebühren für Online-Marktplätze, den Aufwendungen für Fotografie, Bildbearbeitung und Marketing sowie der Beseitigung von Standschäden. Bei finanzierten Fahrzeugen fallen die hohen Zinsen ins Gewicht.

Nach einem deutlichen Anstieg in der ersten Jahreshälfte ist die Zahl der Standtage bei Verbrennern mittlerweile etwas niedriger als vor einem Jahr. Den Effekt dürften die höheren Kosten locker auffressen, insbesondere bei steigenden Beständen. Im Oktober 2024 standen gebrauchte Benziner im Schnitt 82 Tage im Handel und Diesel-Fahrzeuge 86 Tage. Im Oktober 2023 kamen Benziner auf 83 und Diesel auf 88 Tage. Anders sieht es bei Elektroautos aus: BEVs warteten vor einem Jahr „nur“ 87 Tage auf einen Besitzer, mittlerweile sind es knapp 100. Antriebsübergreifend gelten derzeit rund 30 Prozent aller Gebrauchten als Risikobestand, der länger als 90 Tage steht. Das entspricht ungefähr dem Vorjahresniveau von 29 Prozent.

Traditionell beleuchtet das DAT-Barometer monatlich die Restwerte dreijähriger Gebrauchtwagen. Verbrenner weisen weiterhin deutlich höhere Werte auf als BEVs: Benziner kommen auf 63,9 Prozent, Selbstzünder auf 61,9 Prozent und Elektroautos auf nur 50,8 Prozent. Auch wenn die Tendenz im Vergleich zu den Vormonaten wieder etwas nach oben zeigt, ist das Restwertniveau deutlich schwächer als Ende letzten Jahres. Im Dezember 2023 betrugen die Restwerte von Benzinern und Diesel-Fahrzeugen noch 69,0 bzw. 65,9 Prozent, bei BEVs waren es 57,3 Prozent.

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