Verschleißreparaturen Autofahrer mussten 2023 so selten in die Werkstatt wie noch nie

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Die Reparaturhäufigkeit bei Verschleißteilen hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen und 2023 einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht, wie der DAT-Report offenbart. Diejenigen, die eine Reparatur haben durchführen lassen, mussten dafür aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die Reparaturhäufigkeit bei Verschleißteilen hat in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen.(Bild:  Schreiner – VCG)
Die Reparaturhäufigkeit bei Verschleißteilen hat in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen.
(Bild: Schreiner – VCG)

Autos fahren immer seltener für Verschleißreparaturen in die Werkstatt. Im vergangenen Jahr ist die statistische Reparaturhäufigkeit pro Pkw auf 0,39 gesunken, wie die Marktbeobachter der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) ermittelt haben. Das sei ein „historischer Tiefstand“. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 0,4 gelegen, vor vier Jahren noch oberhalb von 0,5.

Zu den Gründen zählt neben einer möglicherweise sinkenden Investitionsbereitschaft der Autofahrer auch eine insgesamt gesunkene Fahrleistung – insbesondere Halter von Benzinern seien im vergangenen Jahr deutlich weniger Kilometer gefahren. Die Fahrzeuge machen immerhin zwei Drittel des Fahrzeugbestands aus, so die DAT-Analysten. Auch eine bessere Standfestigkeit von Komponenten wie Zahnriemen, Bremsbelägen und Kupplungen spielen demnach eine Rolle.

2023 gaben auch nur noch 28 Prozent der Autofahrer an, dass an ihrem Fahrzeug überhaupt eine Reparatur durchgeführt wurde. Zum Vergleich: 1974 lag dieser Wert laut der DAT-Analyse noch bei 86 Prozent. Ob der Trend sich fortsetzt, hängt auch von der Anfälligkeit von E-Mobilen ab; ihr höheres Gewicht könnte zu einem erhöhten Fahrwerksverschleiß führen, so die DAT-Experten. Aber noch sei der Bestand „sehr klein und relativ jung“.

Die Kosten für die Verschleißreparaturen hängen dabei vor allem vom Fahrzeugalter ab. Im Gesamtschnitt waren inklusive Steuern 178 Euro fällig. Bei Fahrzeugen, die nicht älter als drei Jahre sind, liegen sie bei gerade einmal 58 Euro. Ist das Fahrzeug sechs Jahre und älter, vervierfachen sich die Ausgaben fast und steigen auf 223 Euro an. Hier sind allerdings auch die Fahrzeuge eingerechnet, an denen keine Arbeiten durchgeführt werden mussten.

Betrachtet man nun nur die Gruppe der Fahrzeuge, an denen Reparaturarbeiten durchgeführt wurden (28 Prozent ), lagen die Kosten bei 630 Euro und damit deutlich höher als im Vorjahr (2022: 506 Euro).

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