DB Rent: Die Gebrauchtwagenprofis

Redakteur: Julia Mauritz

Die Frankfurter Bahn-Tochter DB Rent vermarktet jährlich nicht nur rund 20.000 gebrauchte Dienstwagen und Funktionsfahrzeuge, sondern auch Neuwagen der Marken Opel und Ford.

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Wer bei der Deutschen Bahn nur an den Schienenverkehr denkt, irrt gewaltig. „Wir gehören zu den größten Logistikunternehmen weltweit und vernetzen Auto und Schiene, und zwar sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr“, stellt Rolf Lübke, Geschäftsführer der Full-Service-Dienstleistungsgesellschaft DB Rent, klar.

Gemeinsam mit der DB Fuhrpark Service GmbH, der BwFuhrparkService GmbH und der schweizerischen Mobility Solution AG werden europaweit rund 80.000 Pkw, Transporter und Nutzfahrzeuge in der Fuhrparkgruppe gemanagt. Zu den Hauptkunden gehören die Deutsche Bahn, die Bundeswehr und die schweizerische Post.

Zum Aufgabenspektrum der oben genannten Dienstleistungsunternehmen für Mobilitätsangebote gehört es auch, die jährlich rund 20.000 Dienstwagen und Funktionsfahrzeuge, deren Mietvertrag abläuft, gewinnbringend zu vermarkten. „Wir verhalten uns dabei wie ein kommerzielles Unternehmen“, betont Lübke.

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Bei den Fahrzeugen, die verkauft werden, handelt es sich vorwiegend um Autos deutscher Hersteller. Die Pkw sind im Durchschnitt zwischen 12 und 36 Monate alt, die Nutzfahrzeuge 24 bis 48 Monate, die schweren Nfz sind zumeist älter.

Die Fahrzeugrückläufer verkauft das Unternehmen in einem eigenen Gebrauchtwagenzentrum in Frankfurt und seit 2007 Jahr auch über den klassischen Automobilhandel. In Bern gibt es noch ein Occasionscenter, von dort aus wird der Schweizer Markt bedient. Um an die Privatkunden zu kommen, hatte die Bahntochter im Januar 2007 ein Schweinfurter Ford-Autohaus übernommen und damit einen für das Unternehmen ganz neuen Vermarktungsweg eingeschlagen.

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Seit September 2007 gehört mit einem Cloppenburger Opel-Autohaus ein zweiter klassischer Handelsbetrieb zum DB-Rent-Firmenverbund. Beide Unternehmen führt DB Rent in vollem Umfang weiter – samt Service-, Teile- und Neuwagengeschäft.

„Sowohl das DB Autohaus Schweinfurt als auch das DB Autohaus Cloppenburg hatten keine Nachfolgeregelung“, erzählt Lübke. „Wir haben uns in Absprache mit den beiden Herstellern für diese Betriebe entschieden, weil es einfacher ist, an die Privatkunden zu kommen, wenn man ein bestehendes, gut etabliertes Unternehmen übernimmt. Zudem passten beide Betriebe aus regionaler Sicht perfekt in unser Konzept.“

GW-Zentrum ist kein Schnäppchenmarkt

Mit dem Opel-Betrieb in Cloppenburg deckt DB Rent den norddeutschen Raum ab, mit dem Schweinfurter Autohaus das süddeutsche Gebiet. „Gekoppelt mit unseren Gebrauchtwagenzentren in Frankfurt sind wir im Bundesgebiet sehr gut aufgestellt“, ist sich der Manager sicher. In seinem Gebrauchtwagenzentrum verkauft DB Rent einen Mix aus Pkw, leichten und schweren Nutzfahrzeugen. Das Verhältnis von Pkw zu Nutzfahrzeugen im DB-Fuhrpark beträgt rund 50 zu 50 Prozent. Wer glaubt, dass es sich bei dem Gebrauchtwagenzentrum um einen Schnäppchenmarkt mit Autos zu Schleuderpreisen handelt, irrt.

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