De minimis: Investieren zahlt sich aus

Staat unterstützt Unternehmen im gewerblichen Güterverkehr

| Autor: Christoph Baeuchle

Bei schweren Lkws fördert der Staat Investitionen in Navigationssysteme und die Gestaltung der Fahrerarbeitsplätze.
Bei schweren Lkws fördert der Staat Investitionen in Navigationssysteme und die Gestaltung der Fahrerarbeitsplätze. (Bild: MAN)

Im Rahmen des De-minimis-Förderprogramms stellt die Bundesregierung im Jahr 2018 wieder Gelder zur Verfügung. Ein Antragsteller kann bis zu fünf Anträge (Erstantrag und Folgeanträge) beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) bis zum 1. Oktober 2018 einreichen. Dabei darf die zu fördernde Maßnahme nicht vor Eingang des Antrags begonnen haben. Als Beginn der Maßnahme ist grundsätzlich der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten.

Die Fördergelder können Unternehmen beantragen, die gewerblichen Güterkraftverkehr mit Lkws ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht betreiben. Um Unterstützung zu erhalten, müssen die Unternehmen bestimmte Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit oder zum Schutz der Umwelt durchführen und nachweisen.

Wie in den Jahren zuvor ist es möglich, den unternehmensbezogenen Förderhöchstbetrag komplett oder in Teilbeträgen zu beantragen. Die Förderung der Maßnahmen erfolgt als Anteilfinanzierung und beträgt höchstens 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Folgende Maßnahmen fördert der Staat:

  • fahrzeugbezogene Maßnahmen (beispielsweise Kauf, Miete und Leasing von überobligatorischen Navigationssystemen (inkl. Beschaffung/Update von Kartenmaterial) oder Produkte, die der Gestaltung der Fahrerarbeitsplätze dienen und ins Fahrerhaus eingebaut werden),
  • personenbezogene Maßnahmen (zum Beispiel Kosten der Sicherheitsausstattung/Berufskleidung des Fahr- und Ladepersonals sowie der Disponenten) und
  • Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (zum Beispiel Erwerb von Telematiksystemen).

Die Antragstellung beim BAG ist ausschließlich auf elektronischem Wege über das eService-Portal möglich. Mit dem Erstantrag müssen die Fahrzeuge angegeben, die Fahrzeugnachweise bzw. bei mehr als zehn nachzuweisenden Fahrzeugen eine Fahrzeugaufstellung durch die Straßenverkehrsbehörde erbracht werden.

Die ZDK-Wirtschaftsabteilung empfiehlt den Händlern, die Chance zu nutzen: So können sie in Verkaufsgesprächen auf die Vorteile des De-minimis Förderprogramms hinweisen (es werden auch weiterhin Miet- oder Leasingverträge über angeschaffte Gegenstände oder Beratungsverträge gefördert) und die in Frage kommenden Kunden gezielt darauf ansprechen.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45088372 / Verbände)

Plus-Fachartikel

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz ist aus der Kooperation dreier Einzelunternehmen entstanden und vereint eine markenunabhängige Nfz-Werkstatt und eine Vertragswerkstatt für diverse Fabrikate unter einem Dach. Dabei war alles ganz anders geplant. lesen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Mit Nissan und Jeep haben Peter Jakob und sein Sohn Benjamin zwei Marken an Bord, die das Familienunternehmen derzeit stark herausfordern. Als wäre das nicht schon genug, vermarktet das Autohaus seit Kurzem auch noch Dodge und Ram. lesen