Dekra erneuert Gebrauchtwagen-Siegel
Die Prüforganisation vergibt Urkunden für Gebrauchte erst nach einem erfolgreichen Test mit drei Bausteinen. Mit dem neuen Verfahren reagiert die Dekra auf die wachsende Bedeutung der Fahrzeugelektronik.

Die Sachverständigenorganisation Dekra runderneuert ihr Prüfsiegel für Gebrauchtfahrzeuge. Um die Testurkunde zu erhalten, müssten Gebrauchtwagen künftig drei Untersuchungsmodule erfolgreich durchlaufen, wie die Dekra am Montag in Stuttgart mitteilte. Im „Karosserie Check“ prüften Sachverständige das Fahrzeug auf etwaige Schäden. Beim „Technik Check“ durchlaufe das Fahrzeug ein ähnliches Prozedere wie bei einer Hauptuntersuchung. Im „System Check“ werde die Fahrzeugelektronik unter die Lupe genommen.
Das Prüfsiegel richte sich an gewerbliche wie private Kunden, sagte ein Dekra-Sprecher. Inklusive aller drei Module koste das Prüfverfahren 109 Euro netto.
Auch könnten nur einzelne Module in Auftrag gegeben werden, sagte der Dekra-Sprecher. Die Preise hierfür nenne die örtliche Niederlassung auf Anfrage. Für jedes Modul werde ein separater Bericht erstellt. Bei der Prüfung mit allen drei Modulen gebe es zudem einen zusammenfassenden Siegel-Bericht. Das neue Prüfangebot werde momentan eingeführt und solle ab Mitte Mai in allen 76 Dekra-Niederlassungen deutschlandweit verfügbar sein.
„Wir haben das Gebrauchtwagen-Siegel auf neue Füße gestellt, weil sich das Feld der Fahrzeugelektronik erheblich erweitert hat“, sagte der Dekra-Sprecher. Die Sachverständigen-Organisation bietet die Dienstleistung bereits seit 2002 an.
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