Jubiläum Dekra feiert 100. Geburtstag

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Vor 100 Jahren, exakt am 30. Juni 1925, wurde in Berlin der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein, kurz Dekra, gegründet. Heute ist die Prüforganisation weltweit sowie in den Bereichen Mobilität, Industrie, Umwelt und digitale Technologien tätig.

Was 1925 mit der Überprüfung von Fahrzeugen begann, ist heute ein umfassendes Leistungsspektrum in den Bereichen Mobilität, Industrie, Umwelt und digitale Technologien.(Bild:  Dekra)
Was 1925 mit der Überprüfung von Fahrzeugen begann, ist heute ein umfassendes Leistungsspektrum in den Bereichen Mobilität, Industrie, Umwelt und digitale Technologien.
(Bild: Dekra)

Den Gründungsanspruch von Dekra beschreibt die Prüforganisation selbst so: „freiwillige technische Prüfungen, um Sicherheit in eine neue Mobilitätsära zu bringen“. Mitte der 1920er-Jahre begann das Automobil, die Welt zu verändern.

Seither hat sich das Leistungsspektrum von Dekra deutlich erweitert und umfasst neben Mobilität ebenso die Bereiche Industrie, Umwelt und digitale Technologien sowie physische und digitale Produkte, Prozesse und Systeme. „Sicherheit ist nicht statisch – sie verändert sich mit der Welt, in der wir leben. Unsere Aufgabe ist es, die großen Transformationsfelder wie Mobilität, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit mitzugestalten – mit Expertise, Verantwortung und Weitblick“, versichert CEO Stan Zurkiewicz.

Wichtige Stationen in der Geschichte der Prüforganisation (Quelle: Dekra):

  • 1951 wurde die HU zur gesetzlich fixierten Notwendigkeit. Dekra prägte deren Umsetzung mit.
  • 1968 erhielt die Prüforganisation eine Abteilung Forschung und Entwicklung.
  • 1974 wurde die Dekra Akademie gegründet.
  • 1978 begann die Unfallforschung bei Dekra (Ziel: aus Daten lernen).
  • 1990 übernahm die Prüforganisation Aufgaben des früheren Kraftfahrzeugtechnischen Amts (KTA) der DDR und baute in diesem Territorium ein umfassendes Prüfstellennetz auf.
  • In den 1990er-Jahren erfolgte der Eintritt in internationale Märkte, beispielsweise Frankreich, Spanien, China und die USA.
  • Mitte der 2000er-Jahre und im Zuge der Liberalisierung des Industrie-Prüfmarkts erweiterte Dekra die Kompetenzen auf industrielle Anlagen, Infrastruktur und Umwelttechnik (Meilenstein: Gründung der Dekra Industrial GmbH).
  • 2017 übernahm die Prüforganisation den Lausitzring im südöstlichen Brandenburg. Gemeinsam mit dem benachbarten Technology Center betreibt Dekra dort heute Europas größtes herstellerunabhängiges Testzentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren.

Neben thematischen Aspekten positioniert sich Dekra auch geografisch in zukunftsrelevanten Märkten, wie COO Peter Laursen erklärt: „Wir investieren gezielt in Regionen, in denen die Transformation greifbar ist – in Asien, Nordamerika und Europa. Dort entstehen neue Technologien, neue Industrien und neue Anforderungen an Sicherheit. Und genau dort wollen wir mitgestalten, statt nur zu reagieren.“ Zugleich soll das operative Kerngeschäft – Fahrzeugprüfung, Industrieinspektion, Produktprüfungen und Audits – weiterhin von zentraler Bedeutung bleiben.

Heute arbeiten rund 48.000 Menschen in 60 Ländern für Dekra. Vor diesem Hintergrund betont CFO und Personalchef Wolfgang Linsenmaier: „Die Zukunft entscheidet sich nicht an der Technologie allein, sondern an den Fähigkeiten der Menschen, sie verantwortungsvoll zu nutzen. Deshalb investieren wir konsequent in Weiterbildung unserer Mitarbeiter, stärken Führung und fördern digitale Kompetenzen – auf allen Ebenen.“

Im Hinblick auf gesellschaftliche Verantwortung hat Dekra im Jubiläumsjahr eine Partnerschaft mit Unicef geschlossen, konkret im Rahmen des Programms „Water Security for All“. Zitat aus einer Mitteilung der Prüforganisation: „Gemeinsam werden Maßnahmen für den Zugang zu sauberem Trinkwasser in besonders vom Klimawandel betroffenen Regionen umgesetzt – darunter solarbetriebene Wasserpumpen, technische Trainingszentren und moderne Grundwasseraufbereitung.“

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