Dem Handel fehlt Kompetenz im Online-Business
Die Medienagentur 4selected verteilt schlechte Noten für den Internetvertrieb im Autohandel: Es fehle an Fachwissen, ausgebildeten Mitarbeitern, guter Software und einer konkreten Online-Strategie.
Die Agentur 4selected aus Berlin befasst sich seit zehn Jahren mit dem Online-Business im Autohaus. Nach Meinung von Anke-Kristina Zeisberg, Lars Foth und Olaf Dicker fehlt dem Handel jegliches Fachwissen über den Internetvertrieb, wodurch er den Möglichkeiten der digitalen Welt hinterherhinkt.
„Es gibt keine Internetstrategie, kein Briefing der Mitarbeiter und keine definierten Zielgruppen, sondern nur eine lange Wunschliste bei der Website-Erstellung. Es fehlt ein richtiges Konzept“, beschreibt Dicker seinen Befund. Zuvor hatten er und seine Mitstreiter nach eigener Aussage über mehrere Monate hinweg viele Autohäuser und Autohausgruppen besucht.
Internetvertrieb im Hintertreffen
Laut 4selected fehlt es an gut ausgebildeten Mitarbeitern mit Fachwissen und Entscheidungsbefugnis, der richtigen Software und definierten Prozessen für das Internetgeschäft. „In einem Autohaus, das über mehrere Standorte verfügt, gerät der Internetvertrieb durch die hohe Anzahl der Anfragen leicht ins Hintertreffen. Meistens ist das ein Führungsproblem“, sagt Foht.
Zudem sei die Auswahl der externen Dienstleister entscheidend: „Es gibt viel zu wenig gute Berater am Markt. So kommt es, dass Autohausgruppen mit mehreren Fabrikaten im System oft nur die Kernmarken richtig abbilden können.“ Die übrigen Marken blieben dagegen fast unbeachtet, da Schnittstellen nicht funktionierten oder die Software nicht korrekt programmiert sei, so Dicker.
Es gibt aber auch positive Beispiele: Autohäuser, die ein erfolgreiches Online-Business betreiben, kürt »kfz-betrieb« am 16. September mit dem Internet Sales Award 2010. Detaillierte Informationen zu den Gewinnern finden Sie zeitnah nach der Verleihung auf www.internet-sales-award.de und www.kfzbetrieb.de.
Welche Tipps 4selected dem Handel gibt und welchen Stellenwert sie den Themen Web 2.0 oder Social Media beimessen, lesen Sie in der Ausgabe 37 von »kfz-betrieb«, die am 16. September erscheint.
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