Den Großen einen Schritt voraus

Redakteur: Steffen Dominsky

Eine breites Sortiment mit spezifischen Produkten auch für Fahrzeugnischen, ein starker Außendienst und ein ausgefeiltes Umweltkonzept für Werkstätten machen die älteste Ölmarke der Welt nicht nur im Zweiradbereich zur echten Alternative.

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Redaktion: Seit wann gibt es Motul-Produkte in Deutschland?

Martin Klein: 1980 haben wir die Motul Deutschland GmbH gegründet – mit dem Ziel, den deutschen Markt für unsere Schmierstoffe und Pflegeprodukte zu erschließen.

Wie vermarkten Sie seitdem ihre Produkte?

Motul-Produkte wurden in der Vergangenheit und werden auch heute auschließlich über Werkstätten und Fachhandel vertrieben. Motul ist eine Premiummarke mit einem sehr hohen Qualitätsstandard. Nur über die genannten Vertriebswege ist gewährleistet, dass ein Fachmann den Endkunden kompetent berät. Zudem sichert dieses Handelskonzept den Partnern stabile Preise und lohnende Margen.

Welche Pkw-Produkte bietet Motul an?

Wir verfügen aktuell über Freigaben aller Fahrzeughersteller. Somit bieten wir für jeden Pkw das geeignete Motorenöl. Es gibt ein sehr breites Spektrum an Schmierstoffen. Angefangen bei der Vollsynthetik-Produktserie 8100 über die „Specific-Line“, die gezielten Anforderungen einzelner Automobilhersteller entspricht, bis hin zu Ölen der 300-V-Rennsportserie für Sport- und Rennfahrzeuge. Natürlich gibt es auch hervorragende halbsynthetische Öle, die unseren Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Diverse mineralische Schmierstoffe und eine große Auswahl an Pflegeprodukten runden das Angebot ab.

Wie positioniert sich Motul im Pkw-Bereich?

Eine aktuelle Imageuntersuchung zeigt, dass Motul insbesondere im Segment „Freie Werkstätten“ sehr beliebt ist. Mit einem Distributionsgrad von 32,1 Prozent liegt Motul hier auf Rang eins. Im Zubehörhandel liegt das Unternehmen derzeit auf einem respektablen dritten Platz mit 13,4 Prozent. Im Bereich der Autohäuser ist Motul heute eher unterrepräsentiert. Dort sehen wir ein großes Potenzial, das wir zukünftig stärker ausschöpfen wollen.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

Wir wollen unsere Marktposition im Pkw-Sektor weiter ausbauen und den Markennamen Motul ähnlich bekannt machen, wie es heute schon im Motorradbereich der Fall ist. Wie schon in den vergangenen Jahren streben wir weiterhin jährlich ein gutes zweistelliges Wachstum an. Damit liegen wir deutlich über der Entwicklung des Marktes.

Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?

In erster Linie indem wir noch stärker mit unseren Handelspartnern kooperieren. Ziel muss es sein, den Anteil unserer Stammkunden noch weiter auszubauen. Weiteres Wachstum wollen wir auch durch die Akquisition von Neukunden generieren.

Warum sollte ein Kfz-Betrieb zu Motul als Schmierstoff- und Pflegelieferant wechseln?

Als erstes sind hier natürlich die hohe Qualität und die Vielfalt der Motul-Produkte zu nennen. Der Kunde kann seinen Ölbedarf mittels eines Lieferanten abdecken. Das bedeutet weniger Arbeitsaufwand und schlägt sich positiv auf die Einkaufskonditionen nieder. Darüber hinaus unterstützt Motul seine Partner mit einer Vielzahl verkaufsfördernder Maßnahmen. Auch das große Schulungsangebot und das einmalige Umweltberatungskonzept ‚das grüne Dach‘ sprechen klar für Motul. Letzteres nimmt den Kunden alle Aufgaben im Bereich des Umweltmanagement ab und spart Zeit und Geld und gewährleistet Sicherheit im Umgang mit Behörden und Entsorgern. Zusätzlich bietet Motul seinen Kunden natürlich auch maßgeschneiderte Konzepte für den Fall, dass Investitionen im Bereich Werkstattausrüstung nötig werden.

Worin unterscheidet sich Motul dabei von Mitbewerbern?

Motul ist im Zeitalter der Fusionen nach wie vor eigenständig und gehört keinem Großkonzern an. Das macht uns flexibler und schneller für die sich ständig ändernden Gegebenheiten am Markt. Unser Unternehmen hat eine flache Hierarchie und kann somit flexibel und schnell Entscheidungen treffen. Darüber hinaus zählt auch die Fachhandelstreue zu den Pluspunkten von Motul. Last but not least können wir unseren Kunden dank unseres flächendeckenden Außendiensts individuell betreuen – und ihnen individuelle Angebote machen. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern werden wir auch unsere Kundenbetreuung weiter ausbauen und setzen dabei auch und gerade auf vermeintlich kleinere Kunden.

Welche Bedeutung haben automobile „Randgruppen“ wie Oldtimer- und Sportfahrzeuge für Motul?

Eine hohe, denn diese Segmente sind extrem positiv und emotional besetzt. So gibt es mehr als 1,3 Millionen klassische Fahrzeuge in Deutschland mit stark zunehmender Tendenz. 1 500 Restaurationsbetriebe beschäftigen sich zurzeit hierzulande mit diesem Markt. Somit reden wir hier, wie auch im Bereich Tuning/Motorsport, von einem wirtschaftlich gesehen hoch interessanten Segment. Wir sind hier mit unseren Produkten und Aktionen gut aufgestellt – z. B. durch die Teilnahme an Oldtimermessen und das Sponsoring von Rennteams.

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