Den Wettbewerb im Blick
Die Software „Car Observer“ hilft dem Verkaufsleiter, den Gebrauchtwagenbestand im Blick zu behalten: Ein Ampelsystem zeigt an, wo der Preis korrigiert werden sollte oder Fotos fehlen. Die Bewertung erfolgt immer im Vergleich mit den Angeboten der Wettbewerber.
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Franco Barletta, Geschäftsführer des Mercedes-Autohauses Jürgens in Hagen, nutzt den Car Observer seit einem Jahr. Er war auf Anhieb überzeugt von dem einprägsamen Ampelsystem, das auf einen Blick zeigt, was gut und was weniger gut läuft. Drei Ampeln in der Mitte des Bildschirms benoten den Bestand im Vergleich mit allen konkurrierenden Fahrzeugen, die Marktposition und die Verkaufswahrscheinlichkeit.
Sechs Textfelder informieren den Verkaufsleiter zudem über den akuten Handlungsbedarf: Ist ein Auto ausreichend beschrieben und bebildert? Ist es ordentlich eingepreist? Ist es richtig positioniert? Basis für diese Einschätzung sind jeweils die Vergleichsangebote direkter Wettbewerbsfahrzeuge, die auf Mobile.de veröffentlicht sind. Das Fahrzeugportal war Entwicklungspartner für den Car Observer. Die Virtual Office GmbH in Hamm hat den Prototyp des Analysetools mit Mobile.de getestet.
100 Autos in zehn Minuten prüfen
Barletta lobt an der Software, dass er mit nur wenigen Mausklicks die Datenqualität optimieren kann. Geübte Nutzer überprüfen 100 Autos in zehn Minuten, so Thomas Stenzel, Geschäftsführer von Virtual Office. Zudem sei die Preisfindung viel leichter, ergänzt Barletta.
Das Pricing verbinden viele Händler automatisch mit einer Preisreduzierung. Das muss aber nicht sein: Manchmal ist es ratsam, den Wert eines Fahrzeugs nach oben zu setzen. Bei zehn Gebrauchtwagen des gleichen Modells kann es sein, dass der Händler für eines dieser Fahrzeuge deutlich mehr Geld verlangen kann. Zum Beispiel, weil es eine besondere Lackierung oder Ausstattung hat. Der Car Observer berücksichtigt die Individualität jedes einzelnen Fahrzeugs.
Mit dem Programm kann der Nutzer jederzeit vom Schreibtisch aus beobachten, was sein Wettbewerb tut. Die Grafiken zeigen, welche Fahrzeuge zum wiederholten Mal in der Börse auftauchen und aus welcher Quelle sie stammen.
Der Car Observer trägt im Autohaus Jürgens dazu bei, die Verkaufsmarge zu optimieren. Er schlägt sogar konkret vor, um wie viel Euro der Preis angehoben oder gesenkt werden kann.
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