Studie Der Aftermarket als „sinkendes Schiff“?

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von Berylls zeichnet ein düsteres Bild des Werkstattgeschäfts im Zeitalter der Elektromobilität. Der Gewinn soll allein bei den 20 größten Handelsgruppen um 750 Millionen Euro schrumpfen.

Nur noch Elektroautos in der Werkstatt? Bei großen Markenhändlern, die vor allem auf das Segment 1 setzen, ist diese Entwicklung vorgezeichnet.(Bild:  Rosenow – VCG)
Nur noch Elektroautos in der Werkstatt? Bei großen Markenhändlern, die vor allem auf das Segment 1 setzen, ist diese Entwicklung vorgezeichnet.
(Bild: Rosenow – VCG)

An Studien, die mit wachsendem Bestandsanteil an Elektroautos ein zurückgehendes Werkstattgeschäft voraussagen, herrscht eigentlich kein Mangel. Trotzdem sah die Unternehmensberatung Berylls noch Bedarf an einer weiteren Untersuchung, deren Ergebnisse sie mit markigen Worten zusammenfasst: So ist vom „letzten Weckruf für den Aftersales“ die Rede oder vom „sinkenden Schiff“ oder von der „Cash Cow am Scheideweg“.

Was steckt hinter diesem Alarmismus? Zum einen die große Relevanz dieses Geschäftsfelds. Während Autohersteller mit dem Aftersales 30 bis 45 Prozent ihres Profits erwirtschaften, seien es im Handel bis zu 90 Prozent. Entsprechend groß sei bislang die Bereitschaft, im Fahrzeugverkauf auf Marge zu verzichten – im sicheren Gefühl, diesen Verlust mit Werkstattleistungen wieder hereinholen zu können.