Opel Der Blitz im Nebel – kleineres Netz für höhere Ziele

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Für Rüsselsheim ist 2025 ein „Übergangsjahr“ mit neuen Modellen und dem Druck zu mehr Elektrovolumen. Potenzial für gute Absatzzahlen in den kommenden Monaten ist da. Aber eben auch die zahlreichen Bremsklötze im Tagesgeschäft.

Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim(Bild:  Rehberg – VCG)
Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim
(Bild: Rehberg – VCG)

Auch wenn der Opel-Vertrieb schon seit Monaten nicht wirklich rund läuft, ist die grundsätzliche Stimmung bei den Händlern gar nicht so schlecht. Vor allem mit der Produktpalette sind die Vertriebspartner zufrieden – mit der Einschränkung, dass der Marke ein echtes Flaggschiff fehlt. Fakt ist: Seit dem dritten Quartal letzten Jahres hängt das deutsche Neuwagengeschäft bei der Marke mit dem Blitz durch. Deshalb verfehlte Opel das letztjährige Vertriebsziel von 178.000 Einheiten auch deutlich um rund 30.000 Fahrzeuge. Was Stellantis nicht daran hinderte, seinem deutschen Fabrikat dasselbe Volumenziel gleich nochmal ins Hausaufgabenbuch zu schreiben – trotz Modellwechseln und höchst unsicheren Rahmenbedingungen.

Und so dümpelte Opel dann im ersten Quartal auch gerade mal zwischen drei und vier Prozent Marktanteil dahin. Denn der Crossland ist längst ausgelaufen, der Nachfolger Frontera aber noch nicht mal mit den ersten Vorführern in den Schauräumen. Und der neue Grandland wie auch der 2025er-Mokka waren zum Jahresstart kaum lieferbar. Zudem schwächelt der Astra, was aber schlicht an fehlenden Vertriebsmitteln für gute Aktionen liegen könnte. Erst seit Anfang April, so sagen die Händler, sind wieder gute Verkaufsprogramme am Start – außer für den Grandland, der offenbar noch nicht gepusht werden soll.