E-Auto-Service Der freie Markt hat etwas gegen hohe Reparaturkosten

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

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Viele Hersteller bieten keine Reparaturmöglichkeiten für teure Komponenten wie Batterien oder Antriebe an. Solche kommen nun von Anbietern aus dem freien Markt, wie ein Rundgang über die Automechanika zeigt.

Sven Olev Müller, Leiter Repxpert bei Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions, demonstrierte auf der Automechanika das E-Axle Repsystem-M.(Bild:  Rosenow – VCG)
Sven Olev Müller, Leiter Repxpert bei Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions, demonstrierte auf der Automechanika das E-Axle Repsystem-M.
(Bild: Rosenow – VCG)

Motor defekt? Dann raus damit und ein werksneues Aggregat einbauen! So verfährt die Automobilindustrie derzeit mit ihren Elektroautos. Auch die Hochvoltbatterien, die die teuerste Komponente des Fahrzeugs darstellen, werden häufig nicht repariert, sondern im Ganzen ausgetauscht. Solange die Fahrzeuge sich noch in der Herstellergarantie befinden, mag das für den Halter kein Problem sein.

Doch irgendwann endet auch die längste Garantie – umso mehr, da Komponenten wie die Elektromotoren, die Leistungselektronik oder das interne Ladegerät nicht wie die Batterie für acht Jahre und mindestens 160.000 Kilometer geschützt sind. Elektromotoren arbeiten zwar fast verschleißfrei, das heißt aber nicht, dass sie ewig leben.