Besitzumschreibungen 2022 Der Markt schrumpft um 1,5 Millionen Einheiten

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Gebrauchte Pkw bleiben Mangelware. Die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen geht weiter zurück, auch wenn sich die Talfahrt verlangsamt. Besonders im Vor-Corona-Vergleich wird die Dramatik des Verfalls deutlich.

Das Geschäft mit gebrauchten Pkw bleibt weiter rückläufig. Es fehlte das Jahr 2022 über an Ware.(Bild:  Achter – »kfz-betrieb«)
Das Geschäft mit gebrauchten Pkw bleibt weiter rückläufig. Es fehlte das Jahr 2022 über an Ware.
(Bild: Achter – »kfz-betrieb«)

Anders als der Neuwagenmarkt ist das Gebrauchtwagengeschäft zum Jahresende ein Trauerspiel geblieben. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im letzten Monat des Jahres 2022 nochmals um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt wechselten 426.323 Einheiten den Halter. Auch in allen anderen Fahrzeugklassen registrierte das KBA einen deutlichen Rückgang. Die Neuzulassungen hatten im Dezember um 38 Prozent zugelegt.

Positiv ist allein, dass sich der Rückgang ein wenig abflacht. Hier macht sich mutmaßlich der zuletzt steile Anstieg der Neuzulassungen bemerkbar, wodurch wieder in größerer Zahl die Vorgängerfahrzeuge auf den Markt kommen. Im gesamten Jahr 2022 ist laut den KBA-Statistiken ein Einbruch der Pkw-Besitzumschreibungen um 15,8 Prozent aufgelaufen. Insgesamt gingen nur noch 5.641.516 Pkw an einen neuen Halter über. Im Jahr 2019, vor Coronapandemie und Lieferengpässen, waren es noch knapp 7,2 Millionen Einheiten gewesen.