BYD Der Knoten soll endlich platzen

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Bislang kam das Geschäft von BYD in Deutschland nicht wirklich in Fahrt. Doch der Hersteller stellt sich mit neuer Mannschaft neu auf – und will mit einem größeren Netz nun schnell auf Stückzahlen kommen.

BYD will das Händlernetz deutlich vergrößern.(Bild:  Wehner - VCG)
BYD will das Händlernetz deutlich vergrößern.
(Bild: Wehner - VCG)

Wirklich voran ging es bislang nicht seit dem Marktstart von BYD in Deutschland. Etwas mehr als 4.100 Neuzulassungen standen im ersten Verkaufsjahr 2023 in der KBA-Bilanz. 2024 waren es – in einem für E-Autos schwierigen Umfeld – nur 2.900. Für den eigenen Anspruch war das zu wenig. Im Herbst 2024 läutete BYD daher den Umbruch ein: Der Hersteller trennte sich von seinem Deutschland-Importeur Hedin und übernahm den Vertrieb selbst. Mit Maria Grazia Davino holte man eine erfahrene Managerin von Stellantis in die BYD-Europazentrale, die nun zusammen mit dem langjährigen Hyundai- und kurzzeitigem MG-Manager Patrick Schulz das Geschäft in Deutschland auf neue Beine stellen soll.

Das deutsche Händlernetz soll in diesem Jahr von derzeit unter 30 auf 120 bis 130 Standorte wachsen. Ursprünglich wollte BYD den deutschen Markt mit nur wenigen großen Gruppen abdecken. Jetzt sollen mehr Händler – auch kleinere – mit eingebunden werden. Bislang ist aber nach außen hin kaum eine Veränderung sichtbar. Man arbeitete vor allem im Hintergrund. Die Verantwortlichen mussten Gespräche mit den bisherigen Partnern führen, die zum Teil nicht unbedingt glücklich über die Neuaufstellung waren. Ein neuer Vertrag musste finalisiert, neue IT-Systeme mussten implementiert werden. Zudem ist offenbar auch die Mannschaft von BYD Deutschland noch nicht komplett.