Fachbetrieb Der Traum von der eigenen Oldtimerwerkstatt

Von Steffen Dominsky 5 min Lesedauer

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Daddeln auf dem Handy, träumen von der Karriere als Influencer: Körperliche Arbeit und/oder eine 40-Stunden-Plus-Woche sind für junge Menschen oft Dinge aus einer fernen Galaxie. Doch es gibt auch die, die anders sind bzw. waren. Beispielsweise Julien Jackson. Der träumte schon früh von der Arbeit als Restaurator und dem eigenen Betrieb.

Mit 25 Jahren verwirklichte Julien Jackson 2012 den Traum vom eigenen Oldtimerbetrieb. Elf Jahre später und um jede Menge Erfahrungen reicher blickt er mit Stolz auf das Erreichte.(Bild:  (c) Ralf Milde)
Mit 25 Jahren verwirklichte Julien Jackson 2012 den Traum vom eigenen Oldtimerbetrieb. Elf Jahre später und um jede Menge Erfahrungen reicher blickt er mit Stolz auf das Erreichte.
(Bild: (c) Ralf Milde)

Oft ist es Kommissar Zufall oder das viel zitierte Schicksal, das einem im Leben, allen voran im beruflichen, den Weg weist. Nicht selten ist es die eigene Idee, der Plan, der einen in eine bestimmte Richtung führt. Bei Julien Jackson war es eine Mischung aus beidem. Denn einerseits war ihm klar: Das ein Leben lang zu tun, was die überwiegende Mehrheit nach einer Lehre als Kfz-Mechatroniker tut, nämlich bis zur Rente an aktuellen Autos zu schrauben und sich mit ihren elektronischen Marotten und denen ihrer Besitzer auseinanderzusetzen, nein, genau das hatte der junge Jackson nicht im Sinn. „Schon während meiner Ausbildung in einem VW-/Audi-Autohaus wurde mir klar, dass es das nicht ist, was ich ein Leben lang tun möchte. Also entschied ich mich, mich weiter zu qualifizieren und holte als Erstes meine Fachhochschulreife nach“, erzählt der heute 36-Jährige im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

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Die in der Tasche entschloss er sich, erstens die Welt zu erkunden und zweitens Know-how als klassischer Mechaniker zu sammeln. Dazu ging er für ein Jahr ans andere Ende der Welt, nach Australien, und arbeitete in der Filiale eines Wohnmobilverleihers. Als dessen Leiter drei Monate später hinschmiss, wurde er über Nacht zu seinem Nachfolger. Nach dem Motto „halb schob man ihm, halb zog er selbst“ sprang Jackson ins kalte Wasser und hatte, die Lehre kaum beendet, plötzlich Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden, Fahrzeuge und vieles mehr.