Chinesische Marken
Der Wettbewerb steigt – auch um die Händler
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Das Interesse deutscher Autohändler an Fabrikaten aus China hat sich laut einer Umfrage deutlich abgekühlt. Dennoch wollen weitere Hersteller mit teils mehreren Marken den Marktstart wagen.
Immer mehr chinesische Automobilmarken drängen nach Europa – und damit auch auf den deutschen Markt. Vor ein paar Jahren, als MG gestartet war und BYD, GWM & Co ihre Fühler ausstreckten, schien es im Handel auch noch so etwas wie eine Goldgräberstimmung zu geben. Viele Autohändler wollten direkt die Chance nutzen und sich ein neues Fabrikat ins Portfolio holen. Die Zeiten waren günstig für neue Marken: Etablierte Hersteller holten Agentursysteme aus der Schublade oder zogen anderweitig die Daumenschrauben an. Zudem erhofften sich viele Händler von den neuen chinesischen Marken ein zusätzliches Angebot an Elektroautos. Inzwischen hat sich im Handel eine gewisse Ernüchterung breit gemacht. Und eine exklusive Sonderbefragung im Rahmen des Branchenindex (BIX) von »kfz-betrieb« bestätigt jetzt: Die deutschen Kfz-Betriebe sind deutlich weniger an der Zusammenarbeit mit chinesischen Fabrikaten interessiert als in den letzten Jahren.
Händler haben weniger Interesse
Im Januar wurden dazu jeweils 100 Vertragspartner und 100 freie Werkstätten befragt. 27 Prozent der befragten Vertragshändler und 22 Prozent der markenunabhängigen Betriebe können sich demnach eine Zusammenarbeit mit einer chinesischen Marke grundsätzlich vorstellen. Im vergangenen Jahr waren das noch 46 Prozent der markengebundenen Autohäuser und 30 Prozent der freien Werkstätten. 2023 lag die Zustimmung bei den Autohäusern bei 52 Prozent und bei den Werkstätten bei 34 Prozent.
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