Skoda Deutliches Absatzplus nach drei Krisenjahren

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und Lieferprobleme haben den tschechischen Hersteller über mehrere Jahre hart getroffen. Im Jahr 2023 ging es für das Fabrikat nun wieder deutlich bergauf. Die deutschen Partner hatten daran kräftigen Anteil.

Bei Skoda weisen die globalen Zulassungszahlen erstmals seit drei Jahren wieder nach oben.(Bild:  Grimm – VCG)
Bei Skoda weisen die globalen Zulassungszahlen erstmals seit drei Jahren wieder nach oben.
(Bild: Grimm – VCG)

Skoda hat die Trendwende geschafft. Nachdem die Tschechen über mehrere Jahre hinweg rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen mussten, kletterte der globale Absatz der Tschechen im Jahr 2023 wieder deutlich. In den zurückliegenden zwölf Monaten lieferte Skoda nach eigenen Angaben 866.800 Neufahrzeuge aus. Das waren 18,5 Prozent mehr als im Jahr 2022, das allerdings überschattet war von verschiedenen Krisen und nicht zuletzt vom Rückzug des Fabrikats aus Russland.

Deutschland bleibt weltweit der wichtigste Einzelmarkt für Skoda. Hierzulande wurden laut den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts 168.500 Neufahrzeuge registriert. Das war ein Plus um 17,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent sind die Tschechen erstmals auf Platz 5 im deutschen Absatzranking gelandet – mit klarem Abstand auf Opel auf Platz 6 (Marktanteil 5,1 %). In absoluten Zahlen war das deutsche Absatzplus weltweit das stärkste Wachstum mit 23.600 Einheiten. In Großbritannien kletterten die Verkäufe um 20.700 Einheiten, in Tschechien um 16.600.

Der einstige größte Absatzmarkt der Tschechen, die Volksrepublik China, versinkt dagegen zunehmend in der Bedeutungslosigkeit – beziehungsweise versinkt Skoda dort in der Bedeutungslosigkeit. Auf dem größten Automarkt der Welt trugen im vergangenen Jahr nur noch 22.800 Neuwagen den gefiederten Pfeil auf der Motorhaube. Das war eine erneute Halbierung der Absatzzahlen im Vergleich zu 2022. In früheren Zeiten, um 2018 herum, kam Skoda auf über 300.000 Einheiten in China.

Wichtigste Absatzregion für das Fabrikat ist inzwischen Westeuropa, wo im vergangenen Jahr 480.100 Einheiten ausgeliefert wurden. Das waren 27,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in der Region Zentraleuropa mit dem Heimatmarkt Tschechien ging es aufwärts – auf 185.000 Einheiten (+25,1 %), während die Absatzzahlen im krisengeschüttelten Osteuropa rückläufig waren (46.800 / -6,2 %). Auch im Hoffnungsmarkt Indien, der in den Planungen die Rückgänge in China perspektivisch abfedern soll, gingen die Verkaufszahlen 2023 um 5,8 Prozent auf 48.800 Einheiten zurück.

Ein wesentlicher Schritt zur Diversifizierung ist für Skoda zudem der Markteintritt in Vietnam im September gewesen. Bis zum Jahr 2030 will Skoda dort 40.000 Neuwagen im Jahr absetzen. In allen Sondermärkten jenseits der genannten Vertriebsregionen verkauft Skoda inzwischen 60.000 Einheiten (+38,6 %).

Insgesamt äußerte sich Skoda-Vorstandschef Klaus Zellmer zufrieden über die Entwicklung. Es sei ein beeindruckendes Auslieferungsergebnis erreicht worden, „allen wirtschaftlichen Herausforderungen und dem Marktumfeld zum Trotz“. Positiv sieht er auch, dass der Weg zur Elektromobilität mit dem Modell Enyaq erfolgreich beschritten werde. Das Modell liegt inzwischen auf Platz sechs im Skoda-Modellranking vor dem Superb.

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