Deutsch-polnische Zusammenarbeit: „Vorsprung durch Qualität“

Autor / Redakteur: Jozef Trzionka / Joachim von Maltzan

Die Auto-Gruppe Lellek mit Hauptsitz in Opole gehört mit zu den größten polnischen Händlern. Sie betreibt 15 Autohäuser für die Marken des VW-Konzerns. Die Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen spielt für die Gruppe eine große Rolle.

Mit 15 Betrieben steht die Lellek-Gruppe, wie hier in Gleiwitz (Gliwice), für die Marken des Volkswagen-Konzerns.
Mit 15 Betrieben steht die Lellek-Gruppe, wie hier in Gleiwitz (Gliwice), für die Marken des Volkswagen-Konzerns.
(Bild: Lellek)

Unsere deutschen Kollegen müssen eigentlich sehr zufrieden sein, insbesondere was ihr Gebrauchtwagengeschäft betrifft“, sagt Krystian Lellek, geschäftsführender Gesellschafter der Lellek-Autohausgruppe. Denn die deutschen Kfz-Händler verkaufen satte 50 Prozent der Gebrauchtwagen auf dem deutschen Markt. Die andere Hälfte kommt von privaten Anbietern. Die Schweizer Kollegen haben immerhin noch einen Anteil von 30 Prozent, während die polnischen Händler sich mit einem mageren Prozent am Gebrauchtwagenmarkt bescheiden müssen.

Jedes Jahr kommen rund 800.000 gebrauchte Pkws nach Polen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie der gesamte polnische Neuwagenmarkt in Polen umsetzt. „Natürlich sind 50 Prozent davon Schrottautos, also älter als zehn Jahre. Polen ist ein riesiger Schrottimporteur“, erläutert Lellek. Er fordert von der polnischen Regierung eine Begrenzung, ähnlich wie in der Ukraine: Dort dürfen seit 2015 nur Pkws eingeführt werden, die jünger als sieben Jahre sind.