Studie Deutsche Autobauer sind in China verwundbar

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Seit der Öffnung Chinas gegenüber dem Westen hat VW jahrzehntelang gute Geschäfte gemacht. Nun drohen die Norddeutschen, abgehängt zu werden – ebenso wie andere deutsche Hersteller.

Der ID 7 muss sitzen - sonst bekommt VW ein Problem in China.(Bild:  Volkswagen)
Der ID 7 muss sitzen - sonst bekommt VW ein Problem in China.
(Bild: Volkswagen)

Stark abhängig, aber schwach bei der E-Mobilität: Deutschlands Autoherstellern droht nach jahrzehntelang guten Geschäften ein China-Problem, warnt eine Studie. Zu den Adressaten zählt neben VW, Mercedes und BMW aber auch Tesla.

Die westlichen Unternehmen haben sich der Analyse des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach zufolge in den vergangenen zehn Jahren immer stärker in eine Abhängigkeit von China begeben. Lag der Anteil der Chinaverkäufe am Gesamtabsatz bei Volkswagen 2012 noch bei rund 31 Prozent, sind es mittlerweile 40 Prozent. Bei Mercedes ist der Wert von 18 auf knapp 37 Prozent gestiegen, bei BMW von 14 auf 33 Prozent.

Die deutschen Hersteller generieren damit bislang einen Großteil ihre Umsätze und Gewinne in China. Umgekehrt folge daraus ein hohes Verwundbarkeitsrisiko, heißt es in der Studie, die geopolitische Spannungen beziehungsweise technologie- und wettbewerbsorientierte Turbulenzen als mögliche Risiken sieht. Die könnten auch Tesla treffen, die vor zehn Jahren noch keine Rolle spielten, zuletzt aber mehr als ein Drittel ihrer Autos im Reich der Mitte verkauften.

Während die Kalifornier aber zumindest im wichtigen E-Auto-Bereich stark sind, haben die Deutschen dort Nachholbedarf. Die VW-Gruppe kommt in diesem Zukunftsfeld dem CAM zufolge nur auf einen Marktanteil von 3,1 Prozent. Insgesamt können die deutschen Hersteller ihre historisch starke Stellung in China im Zukunftsfeld der reinen Elektromobilität bislang nicht halten. Hinzu kommt der von Tesla in China angezettelte Preiskampf, der vor allem den Volumenhersteller VW treffen dürfte.

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