Käuferstudie Deutsche Autofahrer sind China-offen, aber markentreu

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Neuwagen aus China stoßen grundsätzlich auf Interesse, der Absatz kommt aber nur langsam in Gang. Eine Umfrage zeigt, wo schon Interesse an den Autos da ist – und wo die Vorbehalte noch groß sind.

Nio-Modelle auf Halde: Autos aus China stoßen in Deutschland im europäischen Vergleich auf relativ großes Interesse. Gleichzeitig ist die Markenloyalität sehr hoch.(Bild:  Grimm – VCG)
Nio-Modelle auf Halde: Autos aus China stoßen in Deutschland im europäischen Vergleich auf relativ großes Interesse. Gleichzeitig ist die Markenloyalität sehr hoch.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Vorstoß chinesischer Elektroauto-Hersteller auf den europäischen Markt trifft nach einer Umfrage bei rund jedem sechsten Verbraucher in Deutschland auf Interesse. 16 Prozent der Befragten gaben an, den Kauf eines chinesischen E-Autos zu erwägen, wie aus einer internationalen Umfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Der Anteil lag damit höher als etwa in Großbritannien (15 %), Italien (14 %) und den Niederlanden (11 %).

Am größten sind die Vorbehalte gegen chinesische Fahrzeuge demnach in den USA, wo sich nur sieben Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer offen zeigten. BCG befragte in den vergangenen Monaten 9.000 Menschen in zehn Ländern: USA, China, Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen und Brasilien. 

Hohe Markentreue in Deutschland

In den meisten Ländern ist laut Umfrage auch die Markentreue nicht sehr ausgeprägt, mit Ausnahme Deutschlands. In der Bundesrepublik würde an die Hälfte der Befragten – je nach Preisklasse – wieder ein Auto der Marke kaufen, die sie bereits fahren. Bei den übrigen europäischen Ländern lag dieser Anteil laut BCG bei lediglich 35 Prozent.

Chinesische Fabrikate

»kfz-betrieb«-Dossier

Ziele – Pläne – Strategien der Fernost-Marken

BYD, Nio oder Great Wall – eine Ergänzungsmarke für Ihr Geschäft?.
(Bildquelle: VCG)

Immer mehr chinesische Marken kommen in Deutschland und Europa auf den Markt. Doch sie haben es nicht leicht. Denn viele haben zunächst stark auf E-Autos gesetzt. Doch das ändert sich gerade. Mehr und mehr Fabrikate kommen mit Benzinern und (Plug-in-)Hybriden. Im Vertrieb vertrauen die meisten auf den etablierten Autohandel. Für was stehen diese Fabrikate? Welche Autos bieten sie an? Was sind Ihre Strategien? Welche Chancen und Risiken bieten Sie dem Handel? Das Online-Dossier Chinesische Fabrikate gibt einen Überblick.

Am niedrigsten ist die Markentreue demnach mit 9 Prozent für die Massenhersteller und 14 Prozent für teure Autos in China. In der Volksrepublik haben die deutschen Autohersteller in den vergangenen Jahren Millionen Kunden verloren, welche nunmehr heimischen Fabrikaten den Vorzug geben. Auf der bevorstehenden Münchner Automesse IAA werden auch etliche chinesische Fabrikate ihre neuesten Modelle vorstellen. 

Die Unternehmensberatung erwartet bis Ende des Jahrzehnts den Durchbruch der E-Autos in Europa – allerdings unter der Maßgabe, dass die EU ihre Ziele und Regularien nicht nennenswert aufweicht. In Deutschland könnten nach BCG-Schätzung schon im Jahr 2030 vierzig Prozent aller verkauften Pkw reine Elektroautos sein, im Jahr 2035 dann über neunzig Prozent.

(ID:50539471)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung