IFA-Markenmonitor Händlerzufriedenheit sinkt auf Rekordtief

Von Andreas Wehner 4 min Lesedauer

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Die Stimmung unter den deutschen Fabrikatshändlern verschlechtert sich seit Jahren. In diesem Jahr hat sie laut Markenmonitor einen neuen Tiefpunkt erreicht – und das trotz steigender Renditen und einer soliden wirtschaftlichen Situation. Was also sind die Hintergründe?

Die Zufriedenheit im Markenhandel ist laut IFA-Markenmonitor 2023 auf einem neuen Tiefpunkt angekommen – trotz vergleichsweise guter Renditen. Jedoch gibt es andere Themen.(Bild:  Timo Volz – Promotor)
Die Zufriedenheit im Markenhandel ist laut IFA-Markenmonitor 2023 auf einem neuen Tiefpunkt angekommen – trotz vergleichsweise guter Renditen. Jedoch gibt es andere Themen.
(Bild: Timo Volz – Promotor)

Die Stimmung im deutschen Fabrikatshandel hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der am Donnerstagabend in München vorgestellte Zufriedenheitsindex „Markenmonitor“, der die Beziehung der Händler zu ihren Herstellern untersucht, wies im Durchschnitt die Note 3,41 aus. Das ist der niedrigste Wert seit dem Beginn der Erhebung 1998. Für den Markenmonitor befragte das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) von April bis Juni 2023 etwa 1.200 Verantwortliche in Autohausunternehmen.

„Vor dem Hintergrund teils deutlich gestiegener Umsatzrenditen und eines offensichtlich soliden Wirtschaftsjahres 2022 dürfte die schlechte Stimmung vor allem auf Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunftsperspektiven zurückzuführen sein“, sagte IFA-Chef Prof. Stefan Reindl. Die Gesamtumsatzrendite stieg laut Befragung im vergangenen Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf durchschnittlich 1,9 Prozent. Die Renditezufriedenheit der Befragten stieg damit auf die Note 2,77. Die Renditeaussichten bewerten die Vertragshändler dagegen mit der Note 3,44 – also deutlich schlechter als ihre aktuelle Renditesituation.