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Deutschlands beste Kfz-Mechatroniker

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Das Finale des Praktischen Leistungswettbewerbs 2012 für Kfz-Mechatroniker fand diese Jahr in Koblenz statt. Parallel dazu suchte der ZDK wieder Deutschlands beste Auszubildende zur Kfz-Mechatronikerin.

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Michelle Marx ist derzeit Deutschlands beste Auszubildende Kfz-Mechatronikerin, Manuel Krüger der beste Kfz-Mechatroniker 2012.
Michelle Marx ist derzeit Deutschlands beste Auszubildende Kfz-Mechatronikerin, Manuel Krüger der beste Kfz-Mechatroniker 2012.
(Foto: Schmidt)

Motoren, die ihren Dienst verweigern, ruckeln oder unerklärlich stark qualmen. Autos, die selbstständig ihre Türen verriegeln, und Getriebe, die sich schlecht schalten lassen. Was nach einem gut gefüllten Terminkalender eines Kfz-Betriebs klingt, waren die Aufgaben für den Bundesleistungswettbewerb der Kfz-Mechatroniker. Deutschlands beste Nachwuchskräfte waren dazu in den Ausbildungswerkstätten der Handwerkskammer Koblenz gegeneinander angetreten.

Im Unterschied zu einem wirklichen Werkstattauftrag hatten sie allerdings jeweils nur 20 Minuten Zeit, um die anspruchsvollen Aufgaben zu lösen. Am besten schnitt dabei Manuel Krüger aus Thüringen ab, der sich damit die Goldmedaille sicherte. Punktgleich auf dem zweiten Platz landeten Robert Bartsch aus Nordrhein-Westfalen und Dennis Steinert aus Brandenburg.

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Krüger hatte seine Ausbildung im Autohaus Gitter in Erfurt absolviert und arbeitet nun nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Meisterprüfung im elterlichen Betrieb, den er gern einmal übernehmen möchte. „Künftig möchte ich gern selber junge Leute ausbilden und mein Wissen an sie weitergeben“, erläutert er.

Zum Bundeswettbewerb hatten sich in diesem Jahr Teilnehmer aus 15. Bundesländern versammelt. In Koblenz mussten sie 16 anspruchsvolle Aufgaben aus den fünf Themenbereichen Fahrzeugsysteme, mechanische Systeme, Fahrzeuguntersuchung, Motormanagement von Ottomotoren und Motormanagement von Dieselmotoren bewältigen. Als Prüfer waren Werkstattpraktiker und Schulungsprofis aus dem gesamten Bundesgebiet angereist.

Wichtige Diagnosekompetenz

Im Wesentlichen mussten die Landesmeister Diagnose- und Systemkompetenz beweisen, um bei den vielfältigen Aufgaben zu punkten. An den Stationen galt es, Gründe dafür zu finden, dass Motoren nicht starten oder unrund laufen, sowie dafür, dass ein Xenonscheinwerfer seinen Dienst versagt.

Natürlich fehlten auch die Motormechanik und die Arbeit an einem Gasfahrzeug nicht. Auch eine Achsvermessung, eine Getriebediagnose und die Arbeit an einer Bremsanlage gehörten zum Programm. Ferner mussten die Aspiranten verschiedene Aufgaben an der Fahrzeugelektronik bewältigen. Gleich zwei Aufgaben mussten die Teilnehmer komplett in englischer Sprache bearbeiten – schließlich haben die Sieger des Bundeswettbewerbs grundsätzlich die Chance, ihre Wettkampfkarriere bei internationalen Wettbewerben fortzuführen.

Einen großen Anteil an der Bewertung hatte der Diagnoseweg. Die Prüfer beobachteten sehr genau, ob die Teilnehmer strukturiert und systematisch an die Arbeit gingen oder den Fehler eher zufällig fanden.

Alle Aufgaben hatten Jörg Skiba, Dozent im Bildungszentrum Koblenz, und sein Team gut vorbereitet. Viele Autohäuser der Region hatten die Handwerkskammer mit Fahrzeugen, an denen die Teilnehmer auf Fehlersuche gehen konnten, und mit Prüfern unterstützt.

Mehr Girls ans Auto

Parallel zum Bundesleistungswettbewerb wollte der ZDK auch wieder wissen, wer die talentierteste Frau in der Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin ist. Zehn junge Damen aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich dem Wettbewerb. Hier siegte Michelle Marx aus Rheinland-Pfalz vor Verena Slawik aus Bayern und Stella Christoph aus Baden-Württemberg.

Auch die Aufgaben für die weiblichen Auszubildenden waren durchaus anspruchsvoll. Sie reichten von der Diagnose von Motormanagement-Systemen und der Beleuchtung bis hin zu Elektrik- und Elektronikproblemen. Alle Teilnehmerinnen zeigten nach Auffassung der Prüfer dabei gute Leistungen.

Für Michelle Marx ging an diesem Abend ein Traum in Erfüllung: Sie lernt im elterlichen Betrieb, dem Autohaus Marx in Ellenz, und konnte deshalb mit dem Sieg auch ihren Vater Hubert für die hervorragende Ausbildungsarbeit belohnen.

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