Mobilitätsförderung Deutschlandticket schlägt die E-Auto-Förderung

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Sicherung der Mobilität ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis. Welche Prioritäten die Deutschen haben, zeigt eine ADAC-Umfrage. In der E-Mobilität sind vielen Befragten niedrigere laufende Betriebskosten wichtiger als die einmalige Kaufförderung.

Bahn, Bus, Auto, Fahrrad, Fußgänger – Mobilität ist vielfältig. Investitionen braucht es in vielen Bereichen, die den Menschen wichtig sind.(Bild:  Audi)
Bahn, Bus, Auto, Fahrrad, Fußgänger – Mobilität ist vielfältig. Investitionen braucht es in vielen Bereichen, die den Menschen wichtig sind.
(Bild: Audi)

Die Erhaltung – oder auch Schaffung – von bezahlbarer und leistbarer Mobilität ist für die meisten Menschen ein wichtiges Ziel, das von der Politik vorangetrieben werden sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Autofahrerclubs ADAC, die nicht nur die Auto-Mobilität beleuchtete, sondern verschiedene Formen der Fortbewegung. Konkret wünschen 82 Prozent der Bevölkerung, dass bezahlbare Mobilität zu den wichtigsten Themen einer zukünftigen Regierung zählen wird.

Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis und die Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe. Andererseits geht es angesichts der hohen Verkehrsströme der verschiedenen Fortbewegungsmittel auch um Maßnahmen der Verkehrssicherheit. Die ADAC-Umfrage wurde zwischen dem 4. und 11. März 2025 durchgeführt. Sie soll den Unterhändlern der künftigen Regierungsparteien die Perspektive der Verbraucher mitgeben, um die passenden Weichenstellungen im Koalitionsvertrag festzuschreiben.

Ziemlich einig sind sich die Befragten zum Deutschlandticket. 77 Prozent der Menschen wünschen sich, dass es langfristig gesichert wird und im Preis nicht weiter steigt. Für knapp 70 Prozent der Befragten sind der Erhalt und Ausbau des Straßennetzes, der Ausbau und die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs sowie der Erhalt und Ausbau des Schienennetzes wichtig. Die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ist für 66 Prozent der Menschen relevant.

Eine Anhebung der Entfernungspauschale, wie in den Sondierungsgesprächen festgehalten, ist demgegenüber weniger relevant. Aber immer noch 60 Prozent unterstützen eine Erhöhung.

E-Auto-Förderung bekommt nur niedrige Zustimmung

Mit Blick auf die Elektromobilität halten 71 Prozent die Senkung der Ladepreise und 69 Prozent deren Transparenz für entscheidend. Dagegen befürworten nur 49 Prozent die staatliche Förderung von E-Autos. 62 Prozent sprechen sich für eine Förderung der Entwicklung und Produktion von klimaneutralen Kraftstoffen und deren Zulassung für den Einsatz im Pkw aus.

Konkret nach Maßnahmen für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit gefragt, halten 83 Prozent der Befragten Maßnahmen gegen Übermüdung von Lkw-Fahrerinnen und Fahrern zum Beispiel durch mehr Stellplätze an Autobahnen auch für deren eigenen Schutz für wichtig. 75 Prozent befürworten eine Umgestaltung des Straßenraums etwa mit getrennten Wegführungen für Auto-, Rad- und Fußverkehr, um Unfallzahlen zu reduzieren. Die Legalisierung von Cannabis scheint die Bevölkerung zu verunsichern: 74 Prozent wünschen sich Untersuchungen der Auswirkungen des Cannabiskonsums auf das Unfallgeschehen, um – falls notwendig – das Straßenverkehrsrecht anzupassen.

Für den ADAC zeigt die Umfrage, dass eine langfristige und auskömmliche Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im Zentrum der zukünftigen Verkehrspolitik stehen muss. Für mehr Klimaschutz im Verkehr sollte eine neue Regierung auf geringere Abgaben auf Strom, mehr Transparenz bei Ladepreisen, klimaneutrale Kraftstoffe für Verbrenner und ein verbessertes und bezahlbares öffentliches Verkehrsangebot setzen.

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