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Diagnose: Torschlusspanik?

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Ein neues Schreckgespenst geht bei Anbietern von Multimarkentestern und damit auch bei freien Werkstätten um. Es trägt unterschiedliche Namen – einer lautet „Security Gateway“. Und: Es hat das Zeug dazu, den Diagnosemarkt gewaltig zu verändern.

Fiat Chrysler hat den Anfang gemacht, doch schon folgt Volkswagen mit dem neuen Golf: Immer öfter machen Fahrzeughersteller ihre Diagnosezugänge dicht. Gerade für freie Werkstätten bedeutet das einen erhöhten administrativen und auch finanziellen Aufwand.
Fiat Chrysler hat den Anfang gemacht, doch schon folgt Volkswagen mit dem neuen Golf: Immer öfter machen Fahrzeughersteller ihre Diagnosezugänge dicht. Gerade für freie Werkstätten bedeutet das einen erhöhten administrativen und auch finanziellen Aufwand.
(Bild: HGS)

Ein Sicherheitstor ist ein Bauwerk zum sicheren Verschließen eines Schifffahrtskanals im Bereich einer Dammstrecke oder einer Kanalbrücke, also von Teilstrecken, in denen der Wasserspiegel über dem umgebenden Gelände liegt“, weiß Wikipedia. „Hm...“, mag da so mancher denken, der den Namen „Security Gateway“ einfach mal wörtlich übersetzt und in der allwissenden Internetenzyklopädie nachgeschlagen hat. Das wird’s also vermutlich nicht sein – richtig!

Wobei mit „Sicherheit“ und „Tor“ hat das vermeintliche Schreckgespenst in Sachen Multimarkendiagnose sehr wohl etwas zu tun. Genauer: Der typisch englische Ausdruck beschreibt ein Verschlusssystem, mit dem Fahrzeughersteller immer öfter ihre OBD-Dose, sprich den Diagnosezugang, „dicht“ machen. Auslöser für dieses Handeln waren diverse, teils medienwirksame Angriffe von „Hackern“, die bei voller Fahrt die Kontrolle über die Fahrzeuge übernahmen – anstelle des Fahrers. Erstes prominentes Opfer der Computer-Cracks war ein Jeep Cherokee und damit Fiat Chrysler Automobiles (FCA).