Neuwagenvertrieb der Zukunft „Die Agentur ist für die BEV-Transformation nicht geeignet“

Von Julia Mauritz 6 min Lesedauer

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Warum erlebt der klassische Händlervertrieb aktuell ein Revival? Warum ist das Agenturmodell gescheitert? Und welche Rolle werden Autohäuser im Neuwagengeschäft der Zukunft spielen? Die Antworten lieferten Vertreter von Verbänden, Herstellern und Importeuren auf den Automotive Business Days.

Der Vertrieb der Zukunft war das Thema einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion auf den Automotive Business Days 2025 von »kfz-betrieb«.(Stefan Bausewein)
Der Vertrieb der Zukunft war das Thema einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion auf den Automotive Business Days 2025 von »kfz-betrieb«.
(Stefan Bausewein)

Als „großartig“ bezeichnete VDIK-Präsidentin Imelda Labbé auf den Würzburger Automotive Business Days die Tatsache, dass auch große Hersteller nicht stur am geplanten Agenturmodell festgehalten, sondern Mut bewiesen hätten, indem sie zum klassischen Händlervertrieb zurückgekehrt sind. „Man braucht bei der aktuellen Marktsituation ein Vertriebsmodell, das die Händler intrinsisch motiviert, noch ein Auto mehr zu verkaufen und kreativer zu werden“, ist sie überzeugt. Für diese Anforderungen sei ein Agenturmodell nur eingeschränkt agil genug: „Das zu erkennen ist meiner Ansicht nach die einzig richtige und große Entscheidung, und genau das, was der Markt gerade im Volumensegment gebraucht hat.“ Die VDIK-Präsidentin lobte auch, dass die Händlerverbände die Hersteller und Importeure bei diesem Prozess aktiv unterstützt hätten.

Heißt das, dass die Agentur ein Auslaufmodell ist, oder legt sie gerade nur in einer wirtschaftlich herausfordernden Phase eine Verschnaufpause ein? Und ist es überhaupt wichtig, über welches Vertriebsmodell künftig Neuwagen verkauft werden? Antworten auf diese Fragen lieferten im Rahmen einer Podiumsdiskussion neben Imelda Labbé namhafte Vertreter von Automobilherstellern und Importeuren aus dem Premium- und Volumensegment.