Die besten Berufsschulen für das Kfz-Gewerbe

Redakteur: Johannes Büttner

Die Vogel-Ausbildungsmedien haben zum zweiten Mal ihren Award „Beste Berufsschule“ verliehen. Die Jury vergab im Jahr 2010 zwei erste Plätze sowie einen Sonderpreis.

Der Wettbewerb der Vogel-Ausbildungsmedien um den Titel der „Besten Berufsschule“ für das Kfz-Gewerbe hatte in diesem Jahr gleich drei Sieger. Erste Preise gingen an die Berufsbildende Schule in Ingelheim am Rhein sowie die Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart. Die Johannes-Landenberger-Schule in Waiblingen darf sich über einen Sonderpreis freuen.

Dr. Ulrich Walz, Marketingleiter bei ZF, überreichte ihnen gemeinsam mit ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens und dem Chefredakteur der Ausbildungsmagazine »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN«, Werner Degen, im Rahmen des Würzburger Ausbilderforums „Auto und Ausbildung“ die Awards.

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Die Jury hatte bei der Sichtung der Bewerbungsunterlagen festgestellt, dass es beinahe unmöglich wäre, eine objektive Reihenfolge der Schulen verschiedenster Größen zu ermitteln. Der Besuch in den Bildungszentren bestätigte diesen Eindruck. So entschieden sich die Juroren zu einem Vorgehen, das sich bereits beim Bundesbildungspreis des Deutschen Kfz-Gewerbes bewährt hat: Sie unterteilten die Kandidaten in zwei Größenklassen. Somit konnten sich zwei Berufsschulen über die Siegestrophäe sowie einen Scheck über 1.000 Euro freuen.

In beiden Kategorien mussten Nuancen über das Ranking entscheiden. Bei den Schulen mit nur wenigen Kfz-Klassen hatte letztendlich die berufsbildende Schule in Ingelheim am Rhein die Nase vorn. Die Teamstruktur im dortigen Kfz-Bereich hat sich bewährt, von ihr profitieren Lehrer wie Auszubildende. Auch die Zusammenarbeit mit der Kfz-Innung verläuft exzellent. Wenn nötig sorgt ein Berufsvorbereitungsjahr dafür, dass die Jugendlichen bestens gerüstet in die Ausbildung starten. Davon profitieren nicht zuletzt die betriebe.

Teamwork im Lehrerkollegium

Die Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart ging als Sieger der „Großen“ aus dem Wettbewerb hervor. Dort unterrichten rund 30 Lehrer die etwa 800 Auszubildenden in den fahrzeugtechnischen Berufen. Ein so großes Kollegium bietet den Vorteil, dass sich jeder einzelne auf einige Fachgebiete spezialisieren kann. Um der Gefahr zu entgehen, dass die Lehrer unabgestimmt nebeneinander unterrichten, bilden sie Zweierteams: Der Fachmann in der Lehrwerkstatt setzt sich regelmäßig mit seinem Partner aus der Theorie zusammen und bespricht die Themen, die zunächst in Klassenzimmer und Labor und dann in der Werkstatt behandelt werden.

Außerdem entschieden sich die Juroren, einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis zu vergeben. Er ging an die Johannes-Landenberger-Schule im schwäbischen Waiblingen. Sie hat sich darauf spezialisiert, junge Menschen mit besonderem Förderbedarf auf dem Weg in die berufliche Zukunft zu unterstützen. Für diese Jugendlichen wäre eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker zu anspruchsvoll. Sie erlernen den Beruf des Mechanikers für Karosserieinstandhaltungstechnik oder des Automobilfachwerkers. Diese Aufgabe erfüllt die Schule mit Bravour. Und das, obwohl sie in den meisten Fällen mit ihren Schülern erst einmal eine Struktur für deren Leben erarbeiten müssen.

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