Branchenindex: August 2024 Die Branche gewöhnt sich an das neue „Normal“

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Schon seit Monaten verharrt die Stimmung der Unternehmer im Kfz-Gewerbe auf dem gleichen Niveau. Offenbar haben sich die Betriebe an die neue Lage angepasst, die gekennzeichnet ist durch ein schleppendes Neuwagengeschäft und stark nachgefragte Werkstattleistungen.

Alle Kundenparkplätze besetzt? Vor allem in Markenautohäusern wird es für die Kunden immer schwieriger, einen Werkstatttermin zu bekommen.(Bild:  Rosenow – VCG)
Alle Kundenparkplätze besetzt? Vor allem in Markenautohäusern wird es für die Kunden immer schwieriger, einen Werkstatttermin zu bekommen.
(Bild: Rosenow – VCG)

Sie kennen das bestimmt aus den Arztserien im Fernsehen: Wenn sich auf dem Monitor am Krankenbett eine waagerechte Linie zeigt, dann ist es aus. Kein Puls mehr, Exitus. Beim Branchenindex von »kfz-betrieb« und BBE Automotive, mit dem wir einmal im Monat der Kfz-Branche den Puls fühlen, ist das glücklicherweise anders. Zwar gleicht die Stimmungslinie auch hier seit vielen Monaten der berühmten „Flatline“ – mit minimalen Ausschlägen. Doch der Wert liegt stets um die 100 (bei den freien Werkstätten meist etwas darüber, bei den Markenautohäusern leicht niedriger) und zeigt damit eine befriedigende Stimmung in der automobilen Handels- und Servicewelt an.

Offenbar haben sich die Markenbetriebe mit der aktuellen Lage abgefunden, die gekennzeichnet ist durch einen schleppenden Neuwagenverkauf auf der einen und eine hohe Nachfrage nach Werkstattleistungen auf der anderen Seite. Und das ist auch gut so, trainieren sie auf diese Weise ja bereits jetzt für eine Zukunft, die bei vielen Marken vom Agenturmodell gekennzeichnet sein wird, sprich von der Herausnahme des Automobilverkaufs aus den Unternehmen. Dann müssen die Erträge noch stärker als heute im Aftersales erwirtschaftet werden.