Die Dose ist out, es lebe das MRG
Mit dem professionellem Motor- und Kraftsoff-Reinigungssystem von Motul können Werkstätten Verluste im Ölgeschäft clever ausgleichen
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Abends halb zehn in Deutschland: Herr Meier stolpert beim Zappen am heimischen Großbildschirm über eine der unzähligen Werbeverkaufssendungen eines privaten Programmanbieters. Dort wird ihm für den Motor seines Pkw eines von zahllosen „Wundern in Dosen“ angepriesen. Der Haken für den Hersteller des vermeintlichen Super-Additivs: Herr Meier ist skeptisch, und das zu Recht.
Zu viele Additiv-Anbieter versprechen seit Jahren zu viel. Einen entsprechend schlechten Ruf haben die kleinen Döschen und Fläschchen bei zahlreichen Autofahrern und Kfz-Betrieben. Dass es den weißen Schafen der Branche und dem Ruf ihrer Produkte zu Unrecht an den Blechkragen geht, ist schlecht für sie und auch die Werkstätten. Denn mit dem Verkauf von Additiven und Systemreinigern konnten Betriebe in der Vergangenheit so manchen Zusatz-Euro erwirtschaften – dass stark gestiegene Wechselintervalle und rückläufige Kilometerleistungen den Ölumsatz der Werkstätten in den letzten Jahren haben sinken lassen, ist kein Geheimnis.
Problem erkannt
Genau dieses Dilemma hat auch der Schmierstoffhersteller Motul erkannt und sich etwas einfallen lassen: Das ausschließlich für Fachwerkstätten konzipierte MRG-System ist Teil des System-Pflege-Plus-Pakets. Das einfache wie geniale Erfolgsrezept der Motul-Entwickler: weg von der Dose. Denn sie ist Synonym für oftmals leere Versprechungen. Zudem kann die Werkstatt für die Serviceleistung „Reinkippen“ auch nicht wirklich viele AWs berechnen.
Deshalb basiert das MRG-Konzept auf einem „richtigen“ Werkstattgerät – dem MRG 2000 – das frei von jedem Döschen-Makel ist. Das Additivgerät sorgt zum einen für eine effektivere Anwendung, zum anderen für einen professionellen Anstrich der Additiv-Behandlung in der Werkstatt. Rechtfertigt es doch mit seinem Einsatz am Fahrzeug den Serviceposten „Kraftstoff- und Motorreinigung durchgeführt“ auf der Kundenrechnung.
Zum Zuge kommt das Motul-MRG im Rahmen eines fälligen Motorölwechsels. Es verfügt über drei Behälter, die wiederum je eine Systemspülung für Benzin- und Dieselfahrzeuge sowie einen Motorinnenreiniger beinhalten.
Einfache Anwendung
Die Bedienung ist kinderleicht: Als erstes zieht der Mechaniker den Ölmessstab am Fahrzeug heraus und stellt die Motorsonde des MRG auf dessen Länge ein. Dann steckt er die Sonde anstelle des Ölmessstabs wieder in den Motor. Als nächstes führt er die Kraftstoffsonde in den Tank ein. Dann wählt er am MRG die Kraftstoffart (Benzin/Diesel) aus. Zum Schluss startet er noch den betriebswarmen Motor und lässt ihn im Leerlauf laufen. Fertig!
Während der nächsten zwölf Minuten – so lange dauert die Reinigungsprozedur – bringt das MRG 2000 eine definierte Menge Kraftstoff-Additiv (300 Milliliter) in den Tank und eine ebensolche Menge Motorreiniger direkt in das Kurbelgehäuse ein (bei Motoren mit mehr als fünf Liter Ölinhalt 600 Milliliter). Ein integrierter Sensor überwacht dabei die Motoröltemperatur des Motors und schlägt bei Unregelmäßigkeiten Alarm. Anschließend wechselt der Mechaniker wie gewohnt das Motoröl.
Das springt heraus
Und was hat der Kunde davon? Zahlreiche Vorteile, so Motul. Aufgabe der Werkstatt ist es, diese dem Autofahrer anschaulich zu erläutern. Dazu zählen z. B. eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, ein geringerer Schadstoffausstoß, minimierter Motorverschleiß und die Entfernung von Kondenswasser aus dem Tank (bei Benzinmotoren).
Dass die ganze Sache auch Hand und Fuß hat, beweist das Siegel des TÜV Thüringen, das dem MRG eine entsprechende Wirksamkeit bescheinigt.
Einer, der dieses Geschäft in der Praxis nahezu perfekt beherrscht, ist das Autocenter des Globus-Markt Saarlouis. Werkstattleiter Thomas Rehbach bringt es auf stolze 98 Prozent Anwendungsquote. Zu fast jedem Ölwechsel verkauft das Globus-Team eine MRG-Reinigung. Wie das geht? Das Autocenter bietet Komplettpakete an. Das heißt, ein Preis für alles: Motoröl, Filter, MRG-Reinigung, Arbeitszeit – das überzeugt den Kunden.
Auch wenn das Globus-Autocenter eher die Ausnahme darstellen dürfte, bringt es eine mittelgroße Werkstatt laut Motul pro Woche auf durchschnittlich 15 bis 18 verkaufte Systemreinigungen – bei einem empfohlenen VK-Preis von 33,90 Euro pro Fahrzeug. Das MRG-Gerät muss sich die Werkstatt zum Preis von 1.550 Euro kaufen oder sie bekommt es im Rahmen eines Öl- oder auch Additiv-Vertrags gestellt. Die Materialkosten für die Additive belaufen sich auf zirka 14 Euro pro Anwendung – selbst bei nur einer Anwendung am Tag hat sich das MRG 2000 also bereits nach wenigen Monaten amortisiert. Und danach beginnt das Geldverdienen mit System und echter Diensleistung.
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