Die Effizienz-Baukästen

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Die geschickte, bedarfsabhängige Regelung der Nebenaggregate haben auch die deutschen Autohersteller für sich entdeckt. Neben Öl- und Wasserpumpe eignet sich dafür der Generator. BMW und Audi etwa lassen den Generator nur dann Strom erzeugen, wenn das Fahrzeug im Schiebebetrieb rollt. Denn die „Lichtmaschine“ verursacht ein Bremsmoment, wenn sie Strom produziert, und das stört naturgemäß in Roll- oder Bremsphasen weniger als beim Beschleunigen.

Schnelles Start-Stopp-System

Nun bringt Audi zwei weitere Spartechniken an den Start: ein Start-Stopp-System und einen Bordcomputer mit Effizienzprogramm. Das Start-Stopp-System weitet die Idee der bedarfsgerechten Regelung auf den Motor aus. Denn auch der sollte nur dann arbeiten, wenn sich das Auto bewegt. Sobald das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist, der Schalthebel auf Leerlauf steht und der Fahrer vom Kupplungspedal geht, stellt das System den Motor ab. Tritt er die Kupplung, startet der Motor wieder. Das System arbeitet laut Audi leise, komfortabel und schnell: Noch während der Fahrer den Gang einlegt, hat der Motor seine Leerlaufdrehzahl bereits wieder erreicht.

Audi kombiniert das Start-Stopp-System mit einer stärkeren Batterie und einem ausgeklügelten Energiemanagement – so funktioniert es auch bei niedrigen Temperaturen. Nicht aktiv ist das System in der Warmlaufphase des Motors, damit das Motoröl schneller warm wird und die Abgasreinigungsorgane ihre Betriebstemperatur erreichen. Im genormten Fahrzyklus senkt das Start-Stopp-System den Kraftstoffverbrauch um etwa 0,2 Liter auf 100 Kilometern – dies entspricht rund fünf Gramm CO2/km.

Sparen fängt beim Fahrer an

Zweiter Neuzugang im Modularen Effizienzbaukasten ist der Bordcomputer mit Effizienzprogramm. Er analysiert fortlaufend den Energieverbrauch, zeigt alle verbrauchsrelevanten Daten an und gibt dem Fahrer Empfehlungen für effizientes Fahren – schließlich hängen bis zu 30 Prozent des Kraftstoffverbrauchs von der individuellen Fahrweise ab.

Die Schaltanzeige signalisiert dem Fahrer, wann er schalten sollte. Darüber hinaus gibt das System dem Fahrer Aufschluss darüber, welche Systeme im Fahrzeug zusätzlichen Energiebedarf haben und wie hoch deren Anteil am Kraftstoffverbrauch ist.

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