Die Elemente der Meister-HU im Detail

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Lehrplan für Prüfingenieure als Fortbildungsgrundlage

Darüber hinaus muss im Rahmen eines übergeordneten Qualitätssicherungssystems sichergestellt sein, dass die HU-Werkstätten permanent überwacht werden – ähnlich wie heute zum Beispiel in den Niederlanden, wo diese der Hauptuntersuchung vergleichbare Untersuchung bereits jetzt von Werkstätten durchgeführt wird. Ein wesentlicher Faktor in diesem System sind die unangekündigten Nachprüfungen. Jeder HU-Meister muss sich darüber im Klaren sein, dass eine von ihm durchgeführte Hauptuntersuchung jederzeit unangekündigt überprüft werden kann. Zeigen sich dabei Fehler in der Durchführung, wurden zum Beispiel Mängel nicht erkannt oder falsch attestiert, muss die anerkannte Werkstatt mit entsprechenden Sanktionen rechnen.

Ein weiterer Aspekt im HU-Meister-Konzept sorgt für Qualitätssicherung: Auf Wunsch können Kfz-Werkstätten sich auf die Durchführung der Hauptuntersuchung an Pkw und leichten Anhängern oder an Nutzfahrzeugen, Bussen und schweren Anhängern spezialisieren. Durch diese Möglichkeit zu einer Beschränkung der Anerkennung können die verantwortlichen HU-Meister in diesen Werkstätten speziell für die entsprechenden Fahrzeuggruppen qualifiziert werden.

Als Grundlage für die Erarbeitung der Fortbildungsmaßnahmen zum HU-Meister dienten die Inhalte aus dem Lehrplan für Prüfingenieure der amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen. Bildungsexperten der Landesverbände und Schulungszentren prüften zunächst, inwieweit diese bereits Bestandteil der Meisterprüfung sind. Die Inhalte, die auch den Prüfingenieuren vermittelt werden und die noch nicht Bestandteil der Meisterprüfung sind, wurden dann in drei Module zur Weiterqualifizierung der Kfz-Meister aufgeteilt.

Modul I setzt sich aus den Inhalten des Lehrplans für Prüfingenieure (PI-Lehrplan) zusammen, die bereits heute Bestandteil der AU-, GAP- oder Hochvoltschulung sind. Verfügen die angehenden HU-Meister bereits über diese Schulungen, können sie in der Weiterbildung auf eine entsprechende Qualifizierung verzichten. Ist dies nicht der Fall, müssen sie die entsprechenden AU-, GAP- und Hochvoltschulungen nachholen.

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