Auspuff, Räder, Bremse, Öl Die Fast-Fitter-Falle

Von Jakob Schreiner 10 min Lesedauer

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Schnelle und einfache Reparaturen haben ATU und Pitstop zu Deutschlands größten Werkstattketten gemacht. Doch das Geschäftsmodell mit dem schnellen Euro gerät zunehmend unter Druck und zwingt die Anbieter zum Handeln. Ob sie Erfolg haben, hängt von einer Handvoll Faktoren ab.

Das Geschäftsmodell der schnellen und einfachen Reparaturen gerät zunehmend unter Druck – wie reagieren die Werkstattketten darauf?(Bild:  Schreiner – VCG)
Das Geschäftsmodell der schnellen und einfachen Reparaturen gerät zunehmend unter Druck – wie reagieren die Werkstattketten darauf?
(Bild: Schreiner – VCG)

Fast-Fit-Werkstattketten, die sich auf schnelle und günstige Reparatur- und Wartungsarbeiten spezialisiert haben, stehen zunehmend unter Druck. Denn ihr Geschäftsmodell verliert in einem sich verändernden Marktumfeld an Bedeutung und Attraktivität. Das lässt sich an einer Reihe von Entwicklungen aufzeigen.

Wie aktuelle Daten und Prognosen zeigen, nimmt das Reparatur- und Wartungsgeschäft kontinuierlich ab (siehe Grafik 1), da Fahrzeuge immer standfester und wartungsärmer werden. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Längere Wartungsintervalle, die zunehmende Elektrifizierung des Fahrzeugbestands und die sinkende Fahrleistung pro Jahr tragen weiter dazu bei. Verstärkt wird dieser Effekt außerdem durch den Hochlauf der Elektromobilität: Die Stromer erfordern in der Regel deutlich weniger mechanische Wartung, was das Kerngeschäft der Fast-Fitter perspektivisch weiter schrumpfen lässt.