Serien- und Reparaturlackierung Die Frage nach der fachgerechten Lackschichtstärke ist beantwortet

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Nach zwei Jahren Arbeit verabschiedete die DeKoLaKa ein Merkblatt zur Beurteilung der Gesamt-Lackschichtstärke von Straßenfahrzeugen. Das Dokument stellt unter anderem klar, dass erhöhte Schichtstärken allein kein Grund sind, eine Reparaturlackierung als nicht fachgerecht einzustufen.

Die Teilnehmer der 19. Tagung der Deutschen Kommission für Lack- und Karosserieinstandsetzung (DeKoLaKa) beim Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning.(Bild:  AZT Automotive)
Die Teilnehmer der 19. Tagung der Deutschen Kommission für Lack- und Karosserieinstandsetzung (DeKoLaKa) beim Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning.
(Bild: AZT Automotive)

Ismaning bei München am 11. März: Im Allianz Zentrum für Technik (AZT) tagt zum 19. Mal die Deutsche Kommission für Lack- und Karosserieinstandsetzung, kurz DeKoLaKa, und verabschiedet ein Merkblatt zur Beurteilung der Gesamt-Lackschichtstärke von Straßenfahrzeugen. Erarbeitet hat das 13-seitige Dokument über zwei Jahre hinweg eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesverbands Fahrzeuglackierer (BFL). Kooperationspartner waren der Arbeitskreis der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Fahrzeuglackierung und das AZT.

„Wir haben bei der Entwicklung des Merkblatts alle Facetten der Thematik betrachtet. Wir zeigen darin den Aufbau einer Serienlackierung und vergleichen ihn mit einer Reparaturlackierung. Dabei wird deutlich, warum eine Reparaturlackierung stets höhere Schichtdicken aufweisen wird“, erklärt Torsten Schmidt, Leiter des BFL-Geschäftsbereichs Fahrzeuglackierung und der genannten Arbeitsgruppe.

Als Beweggrund, dieses Merkblatt zu erarbeiten, beschreibt BFL-Präsident Steven Didssun: „Immer wieder stellen Dritte unsere fachlich korrekt ausgeführte Lackierarbeit an Fahrzeugkarosserien aufgrund erhöhter Lackschichtdicken infrage. Diese Messergebnisse führen dazu, dass wir uns als Betriebe regelmäßig erklären müssen. Das ist nicht in Ordnung. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit dem Merkblatt nun eine belastbare Grundlage geschaffen haben, die von allen Mitgliedern der DeKoLaKa einstimmig für die Branche verabschiedet wurde.“

Neben der Erklärung relevanter Begriffe stellt das Merkblatt den Prozess der industriellen Serienlackierung in der Fahrzeugproduktion der handwerklichen Reparaturlackierung gegenüber und erläutert den Zusammenhang zwischen Karosseriefüllmassen im Instandsetzungsprozess und der Gesamt-Lackschichtstärke: Karosseriefüllmassen sind nämlich dem Substrat und somit der Karosseriearbeit zuzuordnen. Wie sich Gesamt-Lackschichtstärken zusammensetzen können, zeigen mehrere Grafiken des AZT.

„Mit ihrem richtungsweisenden Merkblatt stellt die DeKoLaKa abschließend klar, dass erhöhte Lackschichtdicken allein kein Grund sind, um Fahrzeugreparaturlackierungen als nicht fachgerecht einzustufen. Damit schafft sie branchenweit Klarheit“, erklärt zusammenfassend eine Mitteilung des BFL. Zum barrierefreien und kostenlosen Download des Merkblatts hat der Verband diesen dauerhaften Link eingerichtet.

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