Die Gefahr lauert auf der Festplatte
Tipps, wie man seine Server und Rechner via Fernwartung vor dem Absturz bewahren kann.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen Montagmorgen in Ihren Betrieb und der Server ist kaputt. Die letzte Datensicherung liegt eine Woche zurück. Was tun Sie überlassen den defekten Server einem Datenretter. Dieser braucht rund eine Woche, um den Großteil der Daten wiederherzustellen. Kostenpunkt: 10.000 bis 15.000 Euro für einen 40-Mann-Betrieb. Doch damit nicht genug – die Daten seit der letzten Sicherung sind weg. Die Folge: Manche Kundendaten sind unwiderruflich verloren, die Buchhaltung schlägt Alarm, das Lager ist ratlos und letztendlich meldet sich auch noch das Finanzamt zu Wort. Und natürlich muss ein neuer Server her. Summa summarum kommen auf ein Autohaus schnell Kosten in Höhe von rund 25.000 Euro zu. Das kann für den einen oder anderen durchaus existenzielle Folgen haben.
Damit aus diesem Horrorszenario keine Realität wird, kann jedes Autohaus eine Menge tun. Oberste Priorität: Die Daten regelmäßig sichern. Noch besser: einen Rundum-Sorglos-Dienstleister beauftragen, der sich darum kümmert, dass die komplette Hardware im Betrieb einwandfrei funktioniert, der Server nicht heiß läuft, Fehler frühestmöglich erkannt werden und regelmäßig Software-Updates auf die Rechner aufgespielt werden.
Zugriff über das Web
Das Systemhaus EconaryIT hat sich genau darauf spezialisiert. Vom Firmensitz in Zusmarshausen aus überwacht es die Hard- und Softwarekomponenten in den Autohäusern via Internet. „Prinzipiell können wir alles, was in einem IT-System gewartet werden kann, fernwarten“, erklärt Geschäftsführer Alexander Merkle.
Ein Autohaus, das sich für die Fernüberwachung und -wartung entschieden hat, ist der VW- und Audi-Servicebetrieb Höss in Dinkelscherben. EconaryIT spielt über Nacht neue Software- und Sicherheitsupdates auf die 20 EDV-Arbeitsplätze. Das Unternehmen überprüft per Fernüberwachung laufend, ob der Server und die Rechner der Mitarbeiter fehlerfrei funktionieren, und schlägt Alarm, wenn etwas nicht stimmt. „Oft finden wir Fehler, bevor die User sie überhaupt wahrnehmen“, sagt Merkle. „Beispielsweise erkennen wir, dass der Drucker defekt ist, bevor der Nutzer überhaupt druckt.“ In diesem Fall kann sich ein Mitarbeiter von EconaryIT auf den entsprechenden Rechner im Autohaus Höß einloggen und den Fehler beheben.
Wartungskosten sparen
Dadurch kann sich der Betrieb die Kosten für die Anreise eines Servicetechnikers oftmals sparen. „Früher kam es durchaus vor, dass ein Servicetechniker mehrmals die Woche zu uns kommen musste“, erinnert sich Geschäftsführer Markus Höß. „Seitdem wir auf Fernüberwachung und -wartung setzen, haben wir wesentlich geringere IT-Wartungskosten und einen besseren Überblick über unsere IT-Landschaft. Unsere Systeme laufen stabiler“, ergänzt Höß.
Hardware ist mit einem Auto vergleichbar. Hält man die vorgegebenen Serviceintervalle ein, lebt der Motor länger. Gleiches gilt für die Server und Computer: Bei regelmäßiger Wartung tauchen viele Probleme erst gar nicht auf. Die Ausfälle reduzieren sich auf ein Minimum.
Hardware aufräumen
Die Funktionalitäten der Software Econsys, die EconaryIT einsetzt, reichen über die reine Fehlererkennung hinaus. Sie arbeitet proaktiv und hält die EDV-Systeme im Autohaus fit. Neben dem Aufspielen von Patches gibt die Software auch Auskunft darüber, wie viel freie Speicherkapazität ein PC- oder Notebook noch hat. Wenn gewünscht, räumt EconaryIT per Fernwartung auch auf den Festplatten auf. „Es gibt viele Speicherfresser, die völlig überflüssig sind“, weiß Merkle aus Erfahrung.
Von großem Vorteil für den Geschäftsführer eines Autohauses und den IT-Verantwortlichen ist, dass EconaryIT einen Überblick über das komplette Soft- und Hardwareinventar verschafft. Per Mausklick kann EconaryIT dem Autohaus eine tagesaktuelle Übersicht über alle Hardwarekomponenten, alle Softwareprogramme und Peripheriegeräte liefern sowie sämtliche Netzwerkeinstellungen und Systeminformationen. So ist es auch möglich, genaue Fehlerlisten nach Hersteller und Modell zu erstellen.
Ein brisanter, aber oft vernachlässigter Aspekt sind auch die Softwarelizenzen. „Viele Geschäftsführer wissen gar nicht, welche Software auf den Rechnern ihrer Mitarbeiter installiert ist. Für die meisten Softwarehersteller sind Raubkopien schon lange kein Kavaliersdelikt mehr. Eine Abmahnung kann schnell ins Haus flattern und die kostet gleich ein paar Tausend Euro. Mit einer konsequenten und stets aktuellen Inventarisierung sind die Betriebe auf der sicheren Seite“, so Merkle.
Die Fernüberwachung- und steuerung eignet sich für freie und markengebundene Betriebe aller Größen. Die monatlichen Gebühren errechnen sich aus dem Betreuungsgrad und der Anzahl der Rechner und Server. Das Standard-Überwachungspaket, das die Grundfunktionen des IT-Systems sicherstellt, kostet pro Rechner 25 Euro monatlich. Pro Windows-basiertem Server kostet die Fernüberwachung 85 Euro. Für eine Rundum-Wartung und -Betreuung der EDV, die ein Help-Desk-System beinhaltet, entstehen Zusatzkosten, die das Autohaus individuell abklären kann.
Da EconaryIT via Webbrowser auf die Rechner im Autohaus zugreift, benötigen die Betriebe keine zusätzlichen IT-Infrastrukturen oder -Programme. Sorgen um die Sicherheit sind unbegründet: Jede Kommunikation ist verschlüsselt.
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