Aufbau Ost
Opel: Ein Hauch Geschichte
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Das Unternehmen feiert das 30-jährige Jubiläum seines Werks im thüringischen Eisenach. Die Geschichte dahinter ist auch ein Kapitel deutsch-deutscher Wendehistorie im Schatten der berühmten Wartburg.
Vergleichsweise klein, aber doch weltbekannt: Gerade mal 42.000 Einwohner hat Eisenach am Rand des Thüringer Walds. 1521 übersetzte Martin Luther hier als von Kaiser und Bischöfen gejagter Flüchtling die Bibel ins Deutsche; hier wurde 1685 Johann Sebastian Bach geboren, und hier regten sich 1817 auf dem „Wartburgfest“ erste zarte Pflänzchen deutscher Demokratie unter der bis dahin unbekannten Fahne mit den Farben Schwarz, Rot, Gold. Die Stadt am Rande der A 4 war aber auch eines der Zentren der deutschen Autoindustrie. In dieses Stammbuch hat sich vor 30 Jahren auch Opel eingetragen. Denn in Thüringen lief 1992 zuerst der Golf-Konkurrent Astra vom Band, ein Jahr später auch der zuvor ausschließlich in Spanien gebaute Corsa oder der Adam.
Das Opel-Duo, beide seit Jahren Bestseller, hatte nun gar nichts mit einem anderen Modell zu tun, mit dem Eisenach jahrelang für Furore sorgte. Das hatte einen viel lustigeren Namen, war bekannt als „Dixi“ (lateinisch für „ich habe gesprochen“). So benannte die 1896 gegründete Fahrzeugfabrik Eisenach ab 1904 ihre anfangs großen Modelle. Später stieg das kriselnde Unternehmen auf einen Nachbau des britischen Austin 7 um, ein kleiner sportlicher Zweisitzer. Dann griff BMW zu, kaufte die Firma und erbte so den „Dixi“. In Eisenach begann also auch der Autobau der Bayern. In der Ruhmeshalle von BMW stehen Ikonen wie der Sportwagen 328 und viele andere – alle „made in Thüringen“.
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