Batterien röntgen Die gläserne Batterie

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Der Zustand der Batterie ist zentral für den Restwert eines Elektroautos. Da wäre es doch schön, wenn man einen Blick auf Zellen, elektrische Verbindungen und Kühlsystem werfen könnte, oder? Mit einem Röntgengerät beispielsweise.

Im Portal der AIR-Anlage wird das Fahrzeug von oben nach unten in Abschnitten von 50 bis 60 Millimetern durchstrahlt.(Bild:  Rosenow – VCG)
Im Portal der AIR-Anlage wird das Fahrzeug von oben nach unten in Abschnitten von 50 bis 60 Millimetern durchstrahlt.
(Bild: Rosenow – VCG)

Die heute verfügbaren Batterietests vermitteln einen guten Eindruck von der elektrischen Leistungsfähigkeit des Stromspeichers. Doch wie sieht es mit der mechanischen Alterung oder inneren Schäden nach einem Unfall aus? Diese lassen sich auf elektronischem Wege nicht auslesen. Vor allem nach einem Unfall gehen die Autohersteller bislang lieber auf Nummer sicher und lassen die Batterie austauschen, wenn beispielsweise die Airbags ausgelöst haben – auch wenn sie vielleicht gar keinen Schaden davongetragen hat.

Andere Marker für vermutete, aber nicht bewiesene Batterieschäden sind Dellen oder Knicke am Gehäuse, beispielsweise nach einem Aufsetzer. Hierfür gibt es ebenfalls genaue Vorgaben seitens der Autohersteller, wie groß die Eindringtiefe sein darf. Aber um wirklich sicher zu sein, ob es interne Schäden gibt, müsste man die Batterie zerlegen – ein Aufwand, der schlicht und einfach unwirtschaftlich ist.