Die großen Autohändler: Bleker
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der Sonderfahrzeugbau mittlerweile zu einer wichtigen Ertragssäule der Bleker-Gruppe entwickelt. Und die weiteren Aussichten sind gut.

Ruhig war es, als die Herren den Sargdeckel schlossen. Sie packten an, hoben den Sarg hoch und stellten ihn auf die Schiene, auf der er in den Bestattungswagen geschoben wurde. Dann ging es rein, raus, rein, raus, rein, raus. Die Schiene lief perfekt. Am Ende öffneten sie den Deckel wieder und Bernd Bleker, der als Versuchsperson im Sarg lag, hob den Kopf. „Man liegt gut und es riecht angenehmen nach Holz“, kommentierte der geschäftsführende Gesellschafter der Bleker Gruppe und strahlte.
Der gelungene Test war ein gutes Zeichen: Er stand 1992 am Anfang einer neuen Geschäftsidee der Bleker-Gruppe. Nach dem Mauerfall entdeckte das Unternehmen den Sonderfahrzeugbau. Der Nachholbedarf an Neu- und Gebrauchtwagen war nicht nur bei den Bürgern vorhanden, sondern auch bei den Bestattern. „Wenn man einen Bestattungswagen sah, dann war es ein alter Barkas“, erinnert sich Hermann Bleker, geschäftsführender Gesellschafter. „Die waren alle in die Jahre gekommen und sehr mitgenommen. In den ersten beiden Entwicklungsjahren haben wir mit dem Sonderfahrzeugbau rund 200.000 Euro Verlust gemacht“, erinnert sich Bleker. „Ich musste schwer dafür kämpfen, dass wir an der Idee festhielten.“
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