Die großen Autohändler 2022 Die HW-Gruppe macht mehr Geschäft mit Abos

Von Andreas Wehner 4 min Lesedauer

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Der Ingolstädter VW- und BMW-Händler betreibt schon länger ein Abokonzept unter der eigenen Marke „Carship“. Jetzt integriert die HW-Gruppe das Aboangebot bei allen Marken ins Tagesgeschäft.

In Regensburg ist die HW-Gruppe seit 1998 aktiv.(Bild:  HW-Gruppe)
In Regensburg ist die HW-Gruppe seit 1998 aktiv.
(Bild: HW-Gruppe)

Das Jahr 2021 war für die HW-Gruppe erfolgreich. „Wir hatten eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre“, berichtet Florian Hofmann. Der Sohn des Inhabers Walter Hofmann ist seit dem vergangenen Jahr Geschäftsführer beim Autohaus Hofmann. In diesem ist das Geschäft mit BMW und Mini innerhalb der HW-Gruppe gebündelt ist. Dennoch seien die Herausforderungen so groß wie nie: Den guten Erträgen stünden sinkende Absatzzahlen bei Neuwagen und wenig Ware im Gebrauchtwagengeschäft gegenüber, erläutert Hofmann. Gleichzeitig seien die Prozesskosten stiegen – vor allem durch die schlechte Fahrzeugverfügbarkeit: Kaufverträge müssten teilweise mehrfach geändert werden, es gebe viele Einzelabsprachen und deutlich mehr Kundenanfragen als früher.

Gleichzeitig stellt Hofmann fest: „Die Mobilitätsbedürfnisse der Kunden ändern sich. Flexible Angebote sind mehr und mehr gefragt.“ Dem trägt die HW-Gruppe jetzt Rechnung: Künftig können die Verkäufer dem Kunden neben Barkauf, Finanzierung und Leasing auch ein Abo anbieten. Das fällt der Autohausgruppe relativ leicht, weil sie unter der Marke Carship schon seit Jahren ein eigenes Autoabo etabliert hat. Mit Erfolg: „Das Abogeschäft ist vielleicht keine Cashcow, aber wir sind damit mehr als kostendeckend unterwegs“, berichtet Hofmann.