Die Kittner-Gruppe steht für hanseatische Vielfalt
Die Kittner-Gruppe, deren Marktegebiet von Schleswig-Holstein bis in das Baltikum reicht, ist mit ihrer Markenvielfalt so breit aufgestellt wie sonst kaum ein Unternehmen.
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Als „einen Leuchtturm in der deutschen Automobil-Handelslandschaft“ bezeichnet ZDK-Präsident Robert Rademacher das im März eröffnete Mehrmarkenzentrum Kittners Autoarcaden Lübeck. Hier findet der Kunde auf einer Fläche von rund acht Fußballfeldern das Angebot von neun Marken und eine Vielzahl von Gebrauchtwagen. Das Angebot reicht von Porsche über Volkswagen, Skoda und Toyota bis zu Alpina, BMW, Mini, Land Rover und Jaguar. Es deckt einen Gutteil des von der Kittner-Gruppe angebotenen Markenspektrums ab. Des Weiteren gehören Opel, Fiat, Alfa Romeo, Lancia sowie die Nutzfahrzeuge von Fiat Professional, Opel Nutzfahrzeuge und Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie BMW Motorrad zu den Marken, die das Unternehmen in Norddeutschland vertritt. Damit ist die Kittner-Gruppe so breit aufgestellt wie kaum ein anderes Unternehmen.
Die drei Dutzend Handels- und Servicebetriebe bilden ein dichtes Netz, das sich über Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erstreckt. Es reicht von Eckernförde im Norden über den Firmensitz in der Hansestadt Lübeck bis nach Lauenburg an der Elbe im Süden. Von West nach Ost spannt es sich von Bad Oldesloe, einem Vorort im „Hamburger Speckgürtel“, bis nach Rostock. Am Markt treten die Häuser mit etablierten Namen auf. So hören die Volkswagen-Betriebe auf den Namen Travag, während Opel im Autohaus Hansa und BMW sowie die italienischen und britischen Marken in den Betrieben des Autohauses Hansa Nord zu finden sind. Porsche, Audi und Toyota, aber auch einige Volkswagen- und Skoda-Häuser sind als Zentren in Lübeck, Rostock und Wismar niedergelassen.
Markenvielfalt
So sind Kittners-Autoarcaden Lübeck Sitz des Porsche-Zentrums, des Volkswagen-Zentrums, des Skoda-Zentrums, des Toyota-Centers und des Autohauses Hansa Nord, das in drei Schauräumen die Marken BMW/Alpina, Mini und Land Rover/Jaguar anbietet. Kittners Autoarcaden haben sich von Beginn an als Automobilzentrum in Norddeutschland etabliert. Das Besondere an diesem Mehrmarkenzentrum ist die architektonische Einheit der formal eigenständig und in der jeweiligen Marken-CI auftretenden Autohäuser. Dies gelingt durch eine Arcaden-Dachkonstruktion, die die verschiedenen, auf rund 500 Meter Straßenlänge stehenden Gebäude miteinander verbindet und gliedert. Die mittlerweile mehrfach von Fachleuten ausgezeichnete Architektur ist auch das Resultat der Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat der Hansestadt Lübeck, die als Unesco-Weltkulturerbe noch einmal gesonderten Auflagen unterliegt. „Doch im Vordergrund steht die Attraktivität für die Kunden“, sagt Peter Weis, Geschäftsführer der Kittner-Gruppe. „Hier finden unsere Kunden alle erdenklichen Antworten auf ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse.“
Tatsächlich bietet die Markenvielfalt eine Auswahl auch über Markengruppen und Herstellerfamilien hinweg. Das ist ein großer Vorteil für den Kunden, ein Schlüssel für die Unabhängigkeit der Kittner-Gruppe, aber auch eine Herausforderung für die Mitarbeiter. Schließlich arbeiten die jeweiligen Hersteller mit eigenen Systemen, die sich nur schwer untereinander in Einklang bringen lassen. Und auch die unterschiedlichen Käufer- und Marktprofile der verschiedenen Marken erfordern ein differenziertes Vorgehen. So greifen bei Skoda, Opel, Volkswagen und Toyota beispielsweise ganz andere Mechanismen als bei den Luxus-Produkten von Porsche und Alpina.
Komplexes Geschäft
Folgerichtig ist das Tagesgeschäft in verschiedene Markensparten aufgeteilt. Dabei berichten die verschiedenen, jeweils für die Aktivitäten und Häuser einer Marke verantwortlichen Manager an Geschäftsführer Peter Weis. Eigentümer der Kittner-Gruppe ist die Edgar-Kittner-Familienstiftung, deren Vorstandsvorsitzende Petra Kittner, die älteste Tochter von Firmengründer Edgar Kittner, ist. Mit einem 1948 geschlossenen Vertrag zwischen Kittner und der Volkswagenwerk GmbH gehört das Unternehmen zu den Volkswagen-Partnern der ersten Stunde. Und auch mit Porsche verbindet die Firma eine lange Geschichte, schließlich gehörte Kittner zu den wenigen Händlern, die mit ihren frühen Aufträgen an Ferry Porsche die Sportwagen-Produktion in Stuttgart erst möglich machten. Mittlerweile unterhält die Kittner-Gruppe vier Porsche-Zentren und ist offizieller Importeur des Herstellers im Baltikum. Auch für Volkswagen ist Kittner in den neuen baltischen EU-Staaten zugleich als Groß- und Einzelhändler am Markt aktiv.
Autovermietung
In Norddeutschland bedient die Kittner-Gruppe mit einem Dutzend Verleihstationen für die unternehmenseigene Autovermietung Hertz Miera (Deutschlands einziger Hertz-Lizenzpartner), einem Gebrauchtwagen-Zentrum für Wiederverkäufer und einer Leasinggesellschaft weitere Mobilitätsbedürfnisse.
„So zeichnet sich bei der Leasinggesellschaft der Vorteil unseres Automobil-Know-hows für die Kundschaft dadurch aus, dass wir ihm die passenden Lösungen für seine Bedürfnisse bieten können. Klassische Leasingunternehmen betrachten die Aufgabenstellung oftmals lediglich aus der Sicht von Banken“, erklärt Weis. Als sehr erfolgreich hat sich beispielsweise das Angebot „6plus30Leasing“ erwiesen. „Das ist vor allem für Unternehmensgründer oder für Unternehmen interessant, die ihren Mitarbeitern auch in der Probezeit einen Dienstwagen stellen wollen. Dabei wird der Wagen die ersten sechs Monate gemietet. Entscheidet sich der Vertragspartner dann, das Fahrzeug für einen weiteren Zeitraum von 30 Monaten zu nutzen, so werden die ersten Monate rückwirkend zum anschließenden Leasingvertrag dazugezählt.“ Inzwischen betreibt das Unternehmen auch noch ein Netz von Großtankstellen, über das es neben den üblichen Kraftstoffen auch Erd- und Autogas anbietet.
Flagschiff unter den zahlreichen Häusern der Kittner-Gruppe sind Kittners Autoarcaden Lübeck. Damit zeigt das Unternehmen – 60 Jahre nach dem Start als Volkswagen-Händler – einen Weg in die Zukunft des Automobilhandels.
Die Firmengeschichte ist geprägt von Investitionen und Visionen: Bereits in den zwanziger Jahren beginnt der Motorradrennfahrer Edgar Kittner in seiner schlesischen Heimat mit dem Kraftfahrzeughandel. Seine enge Beziehung zum Hause Porsche datiert noch aus dieser Zeit, denn der Zündapp-Werkspilot Kittner arbeitet damals mit dem Zündapp-Entwickler Ferdinand Porsche zusammen.
Visionen
Und auch die freundschaftlichen Bande zum späteren Volkswagenwerk-Generaldirektor Heinrich Nordhoff werden noch vor dem Krieg geknüpft: Kittner steigt – sowohl als Händler als auch als Rennfahrer – von zwei auf vier Räder um: von Zündapp auf Opel. Und dort ist der spätere Opel-Vorstand Nordhoff als Sportchef auch für den Werksfahrer Kittner verantwortlich. Der Neubeginn nach dem Krieg stellt andere Anforderungen. Während Volkswagen anfangs gar nicht so viele Autos liefern kann, wie die Händler verkaufen, gehört Kittner zu den Wortführern, die Mitte der sechziger Jahre in Wolfsburg neue Produkte verlangen.
Der Ausbau des Marktgebietes, der Vertrieb weiterer Marken, Aktivitäten als Einzel- und Großhändler sowie das Bearbeiten neuer Geschäftsfelder lassen das Unternehmen stetig wachsen. Mit der Grenzöffnung erfolgt spontan der Schritt in die neuen Bundesländer, und auch das frühe Engagement im Baltikum zeugt von der Visionskraft innerhalb des Vorstands der Edgar-Kittner-Familienstiftung. Den weitestreichenden Schritt macht das Unternehmen im Jahr 2004, als es die seit 1965 etablierte Automobil-Handelssparte „Autohaus Hansa“ von der Possehl-Gruppe, einem international agierenden Mischkonzern, übernimmt. Das macht auch die Planung und Realisation des nahe der historischen Altstadt liegenden Mehrmarkenzentrums möglich. Heute bilden die Marken und Häuser der ehemals miteinander konkurrierenden Unternehmen eine Einheit. Und auch diese Nähe macht Kittners Autoarcaden Lübeck zu einem Leuchtturm in der deutschen Automobillandschaft. Schließlich geht es nicht nur darum, möglichst viele Marken in örtlicher Nähe anzubieten, sondern Synergien zum Vorteil des Kunden und des Unternehmens zu nutzen.
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