Hauptuntersuchung Die KÜS kann auch den Geschwindigkeitsassistenten prüfen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 1 min Lesedauer

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Immer mehr Fahrassistenzsysteme kommen ins Auto. Wie sollen deren Funktionen geprüft werden, beispielsweise während der HU? Eine Möglichkeit, den ISA zu prüfen, hat die KÜS auf ihrem Forschungs- und Entwicklungsprüfstand KÜS Drive entwickelt.

Funktionsprüfung des intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (ISA) auf dem KÜS-Drive-Prüfstand.(Bild:  KÜS)
Funktionsprüfung des intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (ISA) auf dem KÜS-Drive-Prüfstand.
(Bild: KÜS)

Der intelligente Geschwindigkeitsassistent, kurz ISA, erkennt Informationen zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit und warnt den Fahrer bei Überschreitung. Informationen zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit können explizit oder implizit sein: Verkehrszeichen mit einer konkreten Zahlenangabe oder beispielsweise ein Ortseingangsschild. Bei Neufahrzeugen EU-weit vorgeschrieben ist der ISA seit Mitte vergangenen Jahres; das Kürzel leitet sich vom englischen Begriff „intelligent speed assistent“ ab.

Wie alle automatischen Fahrassistenzsysteme (engl. advanced driver assistance systems, kurz ADAS) muss auch der ISA stets fehlerfrei funktionieren. Eine Fehlfunktion kann selbst zur Unfallgefahr werden. Deshalb hat die Prüforganisation KÜS eine Möglichkeit entwickelt, den ISA zu prüfen, beispielsweise im Rahmen der Hauptuntersuchung.

Mit dem Prüfstand KÜS Drive, einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Prüforganisation, kann der ISA – Zitat – „unter kontrollierten Laborbedingungen präzise, reproduzierbar und völlig unabhängig von Wetter- und Umweltfaktoren“ geprüft werden. Als Herzstück der Testumgebung bezeichnet die KÜS das Zusammenspiel simulierter Signale globaler Navigationssatellitensysteme (GNSS) und Kameras.

Wörtlich: „Mithilfe von simulierten GNSS-Signalen kann das Fahrzeug in beliebige geographische Regionen ‚versetzt‘ werden – und das, ohne den KÜS Drive-Prüfstand zu verlassen. So kann beispielsweise eine reale Fahrsituation in Paris, Rom oder jeder anderen Stadt detailgetreu nachgebildet werden. Das Fahrzeug ‚glaubt‘, es befinde sich physisch vor Ort, und reagiert entsprechend auf Verkehrszeichen und Straßensituationen.“

KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler fasst die Entwicklung so zusammen: „Mit den jüngsten Fortschritten ist KÜS Drive seinen Zielen entscheidend nähergekommen. Die verlässliche regelmäßige Prüfung der ADAS durch Experten ist ein wichtiger Teil der Hauptuntersuchung der Zukunft. Für diese setzt sich die KÜS im Sinne aller Verkehrsteilnehmer mit ihrem Forschungs- und Entwicklungsprojekt seit Jahren aktiv ein.“

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