Reifenmarkt Die Macht der Zahlen

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Jahr für Jahr erheben Marktforscher viele Zahlen über den Reifenmarkt. Doch so richtig interessant werden die erst im langfristigen Vergleich. Oder hätten Sie gedacht, dass der Onlineverkauf schrumpft?

Das Reifengeschäft steht bei vielen Kfz-Betrieben weiter im Fokus.(Bild:  © Syda Productions - stock.adobe.com)
Das Reifengeschäft steht bei vielen Kfz-Betrieben weiter im Fokus.
(Bild: © Syda Productions - stock.adobe.com)

Eine hohe Lebensdauer ist eine der wichtigsten Vorgaben für die Reifenentwickler. Ist es da ein Wunder, dass der Verkauf von Ersatzreifen immer weiter zurückgeht – zumal ja auch die jährliche Fahrleistung bei den Verbrauchern sinkt? Insofern kam es nicht überraschend, dass der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) in seiner Marktbetrachtung für das abgelaufene Jahr einmal mehr sinkende Zahlen im Consumer-Segment (Pkw-, 4x4- und Leicht-Lkw-Reifen) rapportieren muss. Um 4,7 Prozent auf rund 41,6 Millionen Reifen ging der Absatz auf dem Ersatzmarkt 2022 zurück. Dieses Minus stammt vor allem aus den Pkw-Segmenten, während der Absatz von LLkw-Reifen (damit sind Transporter gemeint) immerhin einen leichten Zuwachs von 0,5 Prozent verzeichnen konnte. Der Transportermarkt und die Fahrleistungen steigen ja auch wegen des wachsenden Lieferverkehrs.

In beiden Produktgruppen – und damit auch im Gesamtsegment Consumer – sank der Mengenabsatz sowohl von Sommer- als auch von Winterreifen (M+S), wobei die Winterreifen prozentual deutlich stärkere Rückläufe verzeichneten.