Kfz-Gewerbe NRW „Die Mobilitätswende wird teuer erkauft“

Von Nick Luhmann

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Das Kfz-Gewerbe NRW muss sich noch deutlicher positionieren und auf die Folgen der Mobilitätswende hinweisen. Bei der Mitgliederversammlung des Landesverbands NRW wurde auch der ZDK-Ehrenkalligraph überreicht.

Hauptgeschäftsführer Marcus Büttner (l.) und Präsident Frank Mund (r.) überreichen den Ehrenkalligraphen an Rolf Mauss.(Bild:  Kfz-Gewerbe NRW)
Hauptgeschäftsführer Marcus Büttner (l.) und Präsident Frank Mund (r.) überreichen den Ehrenkalligraphen an Rolf Mauss.
(Bild: Kfz-Gewerbe NRW)

„Gut, dass es Autos gibt!“ Mit diesen Worten eröffnete Frank Mund, Präsident des Kfz-Gewerbes NRW, die Mitgliederversammlung und hieß die Delegierten der nordrhein-westfälischen Kfz-Innungen und die Partner des Verbands in Essen willkommen. In NRW vertreten 46 Innungen rund 7.000 Kfz-Unternehmen mit über 80.000 Mitarbeitern. „Das müssen wir Politik und Öffentlichkeit immer wieder bewusst machen: Wir sind die, die für die Mobilität auf unseren Straßen sorgen“, so Mund.

Das Fahrzeuggeschäft wird nicht einfacher werden, warnte Mund. Die politisch gewollte Mobilitätswende wird auch für Autohäuser und Werkstätten deutliche Veränderungen bringen. „Das für 2035 geplante Ende des Verbrenners wird wirtschaftlich und gesellschaftlich teuer erkauft“, so Mund weiter.

Umso wichtiger sei es, die Betriebe auf die Konsequenzen vorzubereiten. Dabei müsse die Qualifikation der Mitarbeiter, die Aus- und Weiterbildung in den Betrieben, im Vordergrund stehen, so Mund. Denn es gelte Fachkompetenz hochzuhalten und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Junge Menschen müssten in der Branche weiterhin ihre Zukunft finden können.

Die Delegierten mussten auch Personalentscheidungen fällen: Wolfram Friedrich, Obermeister der Kfz-Innung Wuppertal, wurde einstimmig in das Rechnungsprüfungsteam gewählt. Jörg Markwort, Vorsitzender des Ausschusses Nutzfahrzeuge in der Bundesorganisation, rückt als ordentliches Mitglied in den Vorstand des Kfz-Landesverbands Nordrhein-Westfalen ein.

Gespannt lauschten die Teilnehmer den Ausführungen von Marcus Büttner, Hauptgeschäftsführer Kfz-Gewerbes NRW. Er berichtete über den aktuellen Stand zum Thema Partikelmessung bei Euro-6/VI-Dieselfahrzeugen.

Der Einführungstermin für die neue Partikelmessung und die dafür notwendigen Partikelmessgeräte, der ursprünglich auf den 1.1.2023 datiert war, wurde auf den 1.7.2023 verschoben. Büttner erläuterte die Handlungsempfehlungen für Kfz-Unternehmer.

Zufrieden äußerte sich Büttner über die digitale Gesellenprüfung an den mittlerweile 18 Prüfungsstandorten. Das digitale Prüfungsformat werde sowohl von den Prüflingen als auch den Prüfern positiv aufgenommen. Es stelle eine deutliche Qualitätsverbesserung der Prüfung dar und entlaste das Ehrenamt. Als besonders positiv hob Büttner hervor, dass die neuen Prüfungsordnungen endlich die digitale Form der schriftlichen Prüfung ausdrücklich anerkennen und klare Regeln für ihre Durchführung bestimmen.

Geschlossen wurde die Veranstaltung mit der feierlichen Übergabe des Ehrenkalligraphen an Rolf Mauss, Vorstandsmitglied des Kfz-Gewerbes NRW und Obermeister in dritter Generation. Mauss wurde vom Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes für sein jahrzehntelanges Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet. Präsident Mund dankte Mauss für seine überragende Leistung und seinen Einsatz – vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit – und überreichte die Auszeichnung unter Applaus der Anwesenden.

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