Die Schadendiagnose bestimmt den Erfolg

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage beschäftigen sich mit der Frage, wie man die Abwicklungsprozesse bei einem Unfallschaden in der Werkstatt absichert.

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Auch in diesem Jahr wartet das Branchenevent mit einer großen Fachausstellung und hochkarätigen Fachvorträgen auf.
Auch in diesem Jahr wartet das Branchenevent mit einer großen Fachausstellung und hochkarätigen Fachvorträgen auf.
(Copyright: Stefan Bausewein)

Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2016 beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Diagnose und Rendite. Dazu trifft sich die Karosserie- und Lackbranche am 15. und 16. April im Vogel Convention Center in Würzburg unter dem Leitthema „Diagnostizieren, kalkulieren, reparieren – durch effiziente Prozesse die Rendite sichern“. In den Fachvorträgen und während Live-Vorführungen erfahren die Teilnehmer, welche Herausforderungen der modernen Schadendiagnose entspringen. Über 50 Aussteller werden das Branchenevent begleiten.

Egal, ob Unfallschaden-, Steuergeräte- oder Lackdiagnose – K&L-Betriebe und Sachverständige brauchen fundierte Erkenntnisse, um einen Kostenvoranschlag und/oder ein Gutachten erstellen zu können. Auch für die Reparatur sowie die Rechnung ist eine nachvollziehbare Kalkulation wichtig. Die einwandfreie Diagnose eines Unfallschadens wird künftig immer wichtiger. Denn wenn schon die Diagnose nicht stimmt, führt das im weiteren Verlauf der Unfallschadenabwicklung immer wieder zu Störungen. Es sind Nachtragsgutachten und Auftragserweiterungen notwendig – und das bringt nicht nur den Prozess in der Werkstatt, sondern auch der regulierungspflichtigen Versicherung ins Stocken.

Zur hieb- und stichfesten Diagnose gehört beispielsweise eine elektronische Eingangsvermessung. Denn bei den heutigen Karosseriestrukturen mit den unterschiedlichen Materialien und Festigkeiten wird es immer schwieriger, festzustellen, wie sich ein Anstoß auf die Karosserie auswirkt. Damit fehlt dann eine wichtige Voraussetzung, um den Schaden einwandfrei zu kalkulieren. Und dadurch ist der Abwicklungsprozess in der Werkstatt von vornherein gestört.

Viele Live-Vorführungen

Deshalb haben die Fachzeitschriften »kfz-betrieb«, »Fahrzeug+Karosserie« und »Kfz-Schadenmanager« gemeinsam mit den Sponsoren Adelta, Automechanika, Carbon, DAT, Dekra und Nexa Autocolor die Live-Vorführung einer elektronischen Vermessung vorgesehen.

Weitere Vorführungen gibt es zu den Themen Steuergerätediagnose, Lackdiagnose und Unfallschadenkalkulation. Die Branche wartet im Zusammenhang mit der Diagnose schon lange auf den sogenannten Euro-DFT. Dieses Diagnosetool vereint auf einem Rechner die technischen Informationen mehrerer Fahrzeughersteller. Während der Würzburger Karosserie- und Schadenstage wird es live an verschiedenen Fahrzeugen vorgeführt.

Wohlgemerkt, hier geht es nicht darum, eine vom Gerätehersteller zur Verfügung gestellte Software zu nutzen, um beispielsweise eine Steuergerätediagnose durchführen zu können. Es geht vielmehr darum, direkt mit dem Server des Fahrzeugherstellers zu kommunizieren sowie um die Themen Reprogrammieren, Flashen eines Steuergeräts oder Anlernen eines neuen Bauteils. Dazu muss der freie K&L-Betrieb bislang noch die Markenwerkstatt aufsuchen – mit dem Euro-DFT wird er das künftig nicht mehr so häufig tun müssen. Auch für die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen ist eine Livesequenz vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.karosserie-schadenstage.de. Hier können Sie sich auch anmelden.

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