75 Jahre Kfz-Gewerbe Hessen „Die Urzelle – das ist das Handwerk“

Von Doris Pfaff

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Es war ein Stelldichein des Kfz-Gewerbes, das sich am Freitagabend mitten in der Wiesbadener Innenstadt bot. Im und rund um das Verbandshaus feierte der Landesverband Hessen des Kfz-Gewerbes mit vielen Gästen sein 75-jähriges Bestehen.

Der Vorstand und seine Gäste: (von links): Roger Seidl, Geschäftsführer der Wirtschaftsgesellschaft des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes; Michael Kraft, Vizepräsident des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes; Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und stellvertretender Ministerpräsident; Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes sowie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden; Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages und Joachim Kuhn, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes.(Bild:  Bilderwerk GmbH)
Der Vorstand und seine Gäste: (von links): Roger Seidl, Geschäftsführer der Wirtschaftsgesellschaft des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes; Michael Kraft, Vizepräsident des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes; Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und stellvertretender Ministerpräsident; Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes sowie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden; Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages und Joachim Kuhn, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes.
(Bild: Bilderwerk GmbH)

Jürgen Karpinski, Präsident des hessischen Landesverbands wie auch des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe, hat am Freitag rund 280 Gäste begrüßt, darunter Gratulanten anderer Landesverbände, des Zentralverbands sowie aus Politik und Wirtschaft. Das Kfz-Gewerbe Hessen feierte sein 75-jähriges Bestehen.

Grußworte sprachen Tarek Al-Wazir als hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Gert-Uwe Mende als Wiesbadens Oberbürgermeister und Stefan Füll als Präsident des Hessischen Handwerktags. Sie würdigten die große Bedeutung des Kfz-Gewerbes für die heimische Wirtschaft, aber vor allem auch für die Mobilität der Menschen und der Gesellschaft.

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In seiner Eröffnungsrede lenkte Karpinski den Blick auf den 1. Juli 1947, als engagierte Männer den Landesverband gründeten. Wie es dazu kam, erzählt der Jubiläumsfilm, den Karpinski vorstellte.

Premiere des Jubiläumsfilms

Monatelang hatten die Mitarbeiter die Hintergründe und Motivation der jungen Unternehmer von damals recherchiert und sogar mit Zeitzeugen sprechen können, um Geschichten und Gesichter vorzustellen. Unter anderem mit dem fast 100-jährigen Adolf Volpert, der auch zur Feier erschienen ist und im Film erzählt, worauf es im Nachkriegsdeutschland und beim Wiederaufbau des Landes damals ankam: „Die Urzelle – das ist das Handwerk, das sind die Innungen, die in Deutschland nach dem verlorenen Krieg wieder angefangen haben, den Berufsstand zurück ins Leben zu rufen.“ Knapp zehn Jahre später zählte der Landesverband bereits 18 Innungen.

Der Jubiläumsfilm, der am Freitag in seiner Kurzfassung erstmals gezeigt wurde, zeichnet auch die Bedeutung des Automobils in Deutschland nach. Als der Verband gegründet wurde, kamen beispielsweise nur ein Fahrzeug auf 24 Einwohner. Heute besitzt statistisch betrachtet jeder Haushalt mindestens ein Auto.

In seinen 75 Jahren Verbandsgeschichte erlebte das hessische Kfz-Gewerbe Wirtschaftswunder, Ölkrisen und Sonntagsfahrverbote sowie immer neue Ansprüche an das Automobil – sei es in Sachen Design, Sicherheit, Technik oder Umweltverträglichkeit. Doch das A und O, so betonte Karpinski, seien für den Verband weiterhin seine Mitglieder und ihr Engagement.

Und noch etwas habe sich nicht verändert: Damals wie heute stehe die eigene Mobilität für Freiheit. „Unser Jubiläum verdeutlicht einmal mehr die enorme Bedeutung unserer Branche für Wirtschaft und Gesellschaft“, so Karpinski.

Stilechter Rahmen für die Feier

Moderiert wurde die Jubiläumsfeier vom Magier Harry Keaton, der auch den Nachwuchs des hessischen Kfz-Gewerbes auf die Bühne bat. Unter anderem Cornelia Bott und Alexander Funke, die von ihren bisherigen Erfahrungen im Kfz-Gewerbe sprachen und von den Visionen ihrer Generation.

Den Rahmen der Feier bildete neben dem imposanten Verbandshaus auch das Ambiente auf dem Vorplatz, wo Kraftfahrzeuge im Mittelpunkt standen: Stilecht und ganz im Kontext zur Branche gab es dort zur Stärkung der Gäste verschiedene Food-Trucks, einen Riesling-Bulli und einen Coffee-Truck.

Die Mitglieder des Landesvorstands – Präsident Jürgen Karpinski, sein Stellvertreter Michael Kraft, Thorsten Krämer, Gerald Weil, Burkhard Wagner, Georg Wolf, Andreas Rietschle, Ralf Funke, Lothar Ahlers, Harms Böttger und Cyril von Recum – kamen in der perfekten Kulisse und entspannten Atmosphäre mit den Gästen ins Gespräch und tauschten sich bis in die späten Abendstunden aus.

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