Verbandskrise Wieder an den Verhandlungstisch kommen

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Der Vorstand des Landesverbands Hessen hat seine Innungen über die aktuellen Entwicklungen, darunter die Klage von neun Landesverbänden gegen die ZVK-Mitgliederversammlung, informiert. Vorerst will man die ZVK-Mitgliedschaft aber aufrechterhalten.

Die Spitze des hessischen Kfz-Gewerbes mit Präsident Michael Kraft (M.), Vizepräsident und Landesinnungsmeister Thorsten Krämer (l.) und Geschäftsführer Joachim Kuhn sind mit den ZVK-Beschlüssen nicht einverstanden. (Bild:  Zietz - VCG)
Die Spitze des hessischen Kfz-Gewerbes mit Präsident Michael Kraft (M.), Vizepräsident und Landesinnungsmeister Thorsten Krämer (l.) und Geschäftsführer Joachim Kuhn sind mit den ZVK-Beschlüssen nicht einverstanden.
(Bild: Zietz - VCG)

Mit einer virtuellen Mitgliederversammlung hat der Landesverband Hessen des Kfz-Gewerbes heute seine Innungen über die aktuelle Situation beim Bundesinnungsverband (ZVK) informiert. Der Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, Michael Kraft, erläutert: „Am 24.10.2025 haben uns die hessischen Kfz-Innungen in Biedenkopf, anlässlich der 98. Mitgliederversammlung mit zwei Beschlüssen den Prüfauftrag für einen Austritt aus dem ZVK erteilt, sowie zugleich eine finanzielle Option für die Möglichkeit einer Mitgliedschaft in ZDK und ZVK eingeräumt. Wir sehen es als unsere Pflicht, bei Beschlüssen mit solcher Tragweite mit unseren Innungen im Gespräch zu bleiben.“

Bestandteil der Umsetzung des Prüfauftrages sei die bereits erfolgte Einreichung einer Beschlussanfechtungsklage mit einer Klagegemeinschaft, bestehend aus neun Landesverbänden, „gegen die völlig intransparenten und inakzeptablen Beschlüsse anlässlich einer ZVK-Mitgliederversammlung am 14.10.2025 in Bonn“, sagt Kraft. Die Chancen, dass die Beschlüsse vom Landgericht Bonn für unwirksam erklärt werden, stünden ganz gut. Laut Kraft sei es Ziel, die wenigen Personen, die auf Seiten des ZVK die Verbandsspaltung betreiben, wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

Gleichzeitig wurde darüber informiert, wie der ZDK als Spitzenorganisation des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes weiter seinen Modernisierungskurs fortsetzt und sich Anfang 2026 eine neue innovative Satzung geben wird. Damit würde der Weg für eine optimale Verzahnung der Kompetenzen aller Mitgliedsverbände eröffnet, um in Politik und Wirtschaft eine noch effektivere Interessenvertretung für die rund 30.000 Mitgliedsunternehmen zu erreichen. „Der Landesverband Hessen hat sich seit Beginn der Verbandskrise für einen konstruktiven Weg und für eine Modernisierung der Strukturen eingesetzt. Wer die Spaltung der Bundesorganisation betreibt, tritt die Interessen der Autohäuser und Werkstätten mit Füßen“, so Vizepräsident Thorsten Krämer. „Als Landesverband vertreten wir selbstverständlich weiterhin die Interessen aller Kfz-Betriebe, mit all ihren Dienstleistungsfacetten rund um das Kraftfahrzeug“, sagt Verbandsgeschäftsführer Joachim Kuhn.

Abschließend verständigte man sich mit den Innungen darauf, dass im kommenden Jahr der Prüfauftrag zum Austritt fortbesteht. Sofern die handelnden Personen im Bundesinnungsverband (ZVK) weiterhin an ihrem verbandsschädlichen Plan festhielten, werde man den ZVK in der Gemeinschaft der neun Landesverbände (BW, SL, HE, SN, ST, TH, MV, NI/HB, SH) verlassen. „Aktuell können wir als Landesverband nur mit dem Fortbestand unserer Mitgliedschaft im ZVK versuchen, größeren Schaden abzuwenden, in dem die vollständige feindliche Übernahme durch die drei Landesverbände NRW, Bayern und Rheinland-Pfalz abgewendet wird“, erklärt Vizepräsident Krämer.

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