Händler-Analyse
Die Vertriebsnetze in Europa schrumpfen weiter
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Obgleich die chinesischen Hersteller einer ICDP-Analyse zufolge verstärkt die Partnerschaft mit Autohäusern suchen, gibt es in Europa immer weniger Markenhändler. In Deutschland ist der Rückgang besonders eklatant. Dort wurde eine wichtige Marke unterschritten.
Seit 2022 schreitet die Konsolidierung der Vertriebsnetze in Europa bei den etablierten Herstellern und Importeuren voran, während die Servicenetze stabil bleiben: Das ist eine zentrale Erkenntnis der jüngsten Studie der Forschungs- und Strategieorganisation ICDP. Die Analysten gehen in ihrer jährlichen Erhebung drei zentralen Fragen nach: Wie haben sich die Vertriebs- und die Servicenetze in Europa entwickelt? Wie effizient sind die Vertriebsnetze der Hersteller und wie wirkt sich der Markteintritt von neuen Marken auf die Entwicklung der Vertriebsnetze aus? Als Datenbasis dienten ICDP die Werte von 50 Marken in 35 europäischen Ländern.
Mehr reine Servicestandorte in Europa
Während die Zahl der Vertriebsstandorte in Europa im Vorjahr durch den Eintritt neuer Marktplayer noch leicht gewachsen war, zeichnete sich zum 1. Januar 2025, dem Stichtag der diesjährigen Erhebung, eine rückläufige Entwicklung dar: Die Zahl der Händler sank von 50.292 auf 48.812 – das entspricht einem Rückgang von 2,9 Prozent. Die Zahl der Servicepartner wuchs in den 35 untersuchten Ländern hingegen um 0,1 Prozent auf 91.638. Berücksichtigt man die reinen Servicestützpunkte, liegt das Plus sogar bei 2,6 Prozent: In Summe ist der Anteil an reinen Servicestützpunkten in den vergangenen fünf Jahren von rund 27 auf 33 Prozent gestiegen. ICDP-Analyst Gareth Arnould zufolge steckt hinter dieser Entwicklung keine bewusste Strategie der Autohersteller, sondern vielmehr die Abwägung der Händler, ob sich die Investition in einen Vollfunktionsstandort noch rechnet.
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