Kfz-Kriminalität Die Zahl der Fahrzeugunterschlagungen steigt

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband der Automobilvermieter Deutschlands schlägt Alarm: Immer mehr Autos werden unterschlagen. Auch für den Autohandel ist das ein Problem. Das BKA verzeichnet einen Anstieg um 31 Prozent.

Das Thema Unterschlagung ist nicht nur bei Autovermietern ein Dauerärgernis, auch der Autohandel ist bei Probefahrten immer wieder betroffen. Besonders dann, wenn es sich um Premiumfahrzeuge handelt. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das Thema Unterschlagung ist nicht nur bei Autovermietern ein Dauerärgernis, auch der Autohandel ist bei Probefahrten immer wieder betroffen. Besonders dann, wenn es sich um Premiumfahrzeuge handelt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Immer mehr Autos werden bei Vermietungen nicht mehr zurückgebracht. Seit Jahren verzeichnet Deutschland einen deutlichen Anstieg organisierter Fahrzeugunterschlagungen, von denen mittelständische Autovermieter ebenso wie große Mobilitätsanbieter und auch Autohändler betroffen sind. Eine Allianz aus Autovermietern, Auto-Abo-Anbietern und Flottenbetreibern warnt vor gravierenden wirtschaftlichen Schäden und fordert in einem gemeinsamen Brief von der Politik Maßnahmen, um Kriminellen einen Riegel vorzuschieben.​

Eine wesentliche Ursache hierbei sehen die Autovermieter bei aus Kfz-Zulassungsstellen gestohlenen Blanko-Zulassungsscheinen. Nach Branchenschätzungen befinden sich bundesweit über 182.000 gestohlene Blanko-Zulassungsbescheinigungen im Umlauf, die überwiegend aus Diebstählen in Behörden stammen und täuschend echte Fälschungen ermöglichen. Mit diesen ließe sich unterschlagenen Fahrzeugen leicht eine neue Identität geben und verkaufen.