Volvo Die Ziellatte für 2021 liegt hoch

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Corona zum Trotz plant Volvo Deutschland für das kommende Jahr offensiv statt defensiv: Auf dem Plan stehen rund 60.000 Neuzulassungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine Antriebsart.

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Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch will mit Zuversicht ins Jahr 2021 starten.
Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch will mit Zuversicht ins Jahr 2021 starten.
(Bild: Stefan Bausewein)

Sechs Jahre lang hatte Volvo Deutschland im Rahmen seines siebenjährigen Wachstumsplans immer eine Punktlandung hingelegt und die Neuzulassungszahlen von Jahr zu Jahr gesteigert. Im siebten Jahr macht Corona dem Kölner Importeur einen Strich durch die Rechnung: Statt der angepeilten 60.000 Neuzulassungen rechnet Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch für das Gesamtjahr 2020 mit einem Minus von rund 12 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Gesamtvolumen von rund 47.000 Einheiten.

Ein positives Fazit zieht der angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen trotzdem: „Wir sind nicht nur stärker als der Gesamtmarkt, sondern auch deutlich stärker als unsere Wettbewerber gewachsen“, unterstreicht der Volvo-Manager.

Jeder zweite verkaufte Volvo ist aktuell ein PHEV

Den größten Absatzpush haben der Marke die Plug-in-Hybride beschert: Zum breiten Angebot hat sich eine gute Verfügbarkeit gesellt. Aktuell hat jeder zweite georderte Volvo-Neuwagen einen Stecker. Über das Gesamtjahr betrachtet liegt der Anteil der elektrifizierten Modelle bei 37 Prozent. Für den schwedischen Hersteller heißt das: Er übererfüllt die CO2-Emissionsgrenzwerte und bildet einen CO2-Pool mit Ford, der seine Ziele durch das Kuga-Plug-in-Desaster verfehlt.

Für 2021 gibt sich Thomas Bauch optimistisch und legt die Ziellatte hoch: „Wir starten mit Zuversicht in das kommende Jahr, das in Richtung der schon für 2020 geplanten rund 60.000 Einheiten gehen soll. Wir vertrauen auf die Stärke unserer Marke, das elektrifizierte Produktangebot, die Leistungsfähigkeit der Organisation inklusive der Vertragspartner und die Services und Angebote, die wir bieten.“ Sollten die gesellschaftlich-wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Volvo-Geschäft erheblicher sein als angenommen, werde man im Laufe des Jahres entsprechende Justierungen vornehmen, so Bauch weiter.

Wir vertrauen auf die Stärke unserer Marke, das elektrifizierte Produktangebot, die Leistungsfähigkeit der Organisation inklusive der Vertragspartner und die Services und Angebote, die wir bieten.

Thomas Bauch

Aktuell gebe es keinen Volvo-Partner, die von einer coronabedingten Insolvenz gefährdet seien: „Die Händlerrendite hat sich in den vergangenen Jahren parallel zum Wachstum von Volvo positiv entwickelt. Auch für das schwierige Jahr 2020, sehen wir trotz der Corona-Auswirkungen, eine insgesamt solide, stabile Situation“, so Bauch.

Gravierende Unterschiede bei den Betrieben

Zu beobachten sei allerdings, dass die Spreizung bei den Betrieben deutlich gestiegen sei: So gebe es Partner, die rund 60 bis 70 Prozent mehr Neuwagen verkaufen als im Vorjahr lägen, bei anderen wiederum sei das Neuwagengeschäft um 40 bis 50 Prozent eingebrochen.

Als erfreulich stabil habe sich das Servicegeschäft im Handel entpuppt. Dank eines starken zweiten Halbjahrs sei es gelungen die Verluste aus dem ersten Halbjahr quasi wieder aufzufangen. Das Gebrauchtwagengeschäft, das Anfang den Volvo-Partnern Anfang 2020 noch große Sorgen bereitet hatte, habe sich bei einem Großteil der Volvo-Betriebe positiv entwickelt.

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