Immer wieder entpuppen sich hoffnungsvolle Auto-Neuheiten als Flop. Diese Einschätzung muss aber nicht für alle Zeiten gelten. Viele erfolglose Modelle sind heute gefragte Gebrauchte oder gar auf dem Weg zum Klassiker.
Den kleinen, pfiffigen Toyota iQ wollte fast niemand kaufen.
(Bild: Toyota)
Wenn Autos floppen, handelt es sich nicht automatisch um besonders schlechte Exemplare. Manchmal sind sie sogar besonders gut, nur ist die Welt noch nicht bereit. Fünf Beispiele von Pkws, die in ihrer Zeit ohne Nachfolger eingestellt wurden, heute aber wieder Chancen hätten.
Der Audi A2 ist mittlerweile begehrt
Heute ist der A2 ein gesuchter Kleinwagen-Klassiker, Ende der 1990er-Jahre wollten den ungewöhnlich eiförmigen Fünftürer nur ausgewiesene Spritsparfüchse haben. Vor allem die Variante mit dem 1,2-Liter-Diesel erlangte als Dreiliter-Auto Berühmtheit. Für Geizkragen war der kleinste Audi aber trotzdem nicht die richtige Wahl, war er doch dem Premiumanspruch der Marke entsprechend relativ teuer. Bis heute hat sich das nicht wirklich geändert: Der zuverlässige, dank Alu-Karosserie rostfreie und längst auch optisch zum Klassiker gereifte Kleinwagen ist trotz fortgeschrittenen Alters ein gesuchter und deshalb teurer Kleinwagen.
Wer einmal in dem Stuttgarter Businessgleiter gefahren ist, kann sich nicht mehr erklären, warum der 2005 gestartete Crossover-Van der Oberklasse kein Hit geworden ist: Soviel Platz gibt es jenseits eines Kleinbusses nirgends – jedenfalls nicht in Kombination mit solch einem Fahrkomfort. Als Reiseauto war die R-Klasse nahezu perfekt. Die europäische Kundschaft griff stattdessen lieber zu den immer stärker aufkommenden SUV. Dass dem R immerhin in China ein Achtungserfolg beschieden war, bekam hierzulande keiner mehr mit. Auch nicht, dass das letzte Modell erst 2017 in den USA vom Band lief. Künftig könnten luftige Raumkonzepte wie bei der R-Klasse wieder in Mode kommen – spätestens wenn das autonomen Fahren das Auto immer mehr zum Wohnzimmer werden lässt.
Renault Avantime: Der Name ist Programm
Schon der Name deutete an, dass Renaults Van seiner Zeit voraus war, lässt sich die französisch-englische Mix doch als „Vor-der-Zeit“ übersetzen. Auch heute noch würde der zweitürige (!) Edelvan wohl für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Immer noch zeitgemäß bis avantgardistisch wäre wohl seine Kunststoffkarosserie, die schon vor der Hochzeit des Leichtbaus die Pfunde purzeln ließ.
Umweltfreundlich im engeren Sinne oder auch nur praktisch war der durchgestylte Franzose aber nicht: Auf der Fläche eines Großraum-Vans bat der skurrile Dreitürer lediglich zwei Erwachsene und ihre maximal drei Kinder unter. Für Schönheit allein zahlen wollten allerdings nur wenige Kunden, keine 10.000 Exemplare wurden zwischen 2001 und 2003 gebaut. In den heutigen Zeiten sehr teurer und ebenso unpraktischer SUV-Coupés hätte der Avantime vielleicht wieder eine Chance.
Intelligenter Kleiner: Niemand will den Toyota iQ
Pfiffig, praktisch und für einen Toyota sogar vergleichsweise chic: Der iQ sollte 2009 die Herzen und Hirne der deutschen Großstädter im Sturm erobern. Dass das nicht geklappt hat, hatte vor allem einen Grund: den hohen Preis. Was Smart einfach ausgesessen hat, hat dem Japaner die Karriere gekostet – in einem Umfeld mit haufenweise 10.000-Euro-Autos hatte der mindestens 30 Prozent teurere Kleinstwagen keine echte Chance. Und das trotz echt pfiffigen Zuschnitts: Keine drei Meter liegen die beiden Stoßstangen auseinander, innen finden jedoch bis zu vier Personen Platz. Der Beifahrer ist so weit vorne platziert, dass hinter ihm ein weiterer Erwachsener sitzen kann. Nebendran, hinter dem Fahrersitz, gibt es einen weiteren Notsitz, auf dem zumindest kleine Kinder Platz finden. Und auch Gepäck passt noch, bis zu 400 Liter schluckt der Kofferraum.
Für Mutterkonzern General Motors sollte er ab 2011 der Retter aus der Image-Krise werden, für Opel ein Leuchtturm technischen Vorsprungs: der Chevrolet Volt beziehungsweise Opel Ampera. Elektroautos galten damals als heißer Trend, aber eher für die ferne Zukunft als für die unmittelbare Gegenwart. Der Ampera verließ sich daher nicht allein auf seine Batterie, sondern hatte noch einen Verbrennungsmotor an Bord, der die Akkus zur Not während der Fahrt auflud. Eine weder elegante noch besonders effiziente Lösung, die folgerichtig bis heute nur wenig Nachahmer gefunden hat.
Dafür schwingt sich das reine Elektroauto endlich auf, die Märkte der westlichen und chinesischen Welt zu erobern. Ausgerechnet zu einer Zeit, wo Opel gerade kein Elektroauto im Programm hat. Der E-Crossover aus GM-Zeiten ist nicht wirklich zu bekommen, der E-Corsa mit PSA-Technik ist erst gegen Ende des Jahrzehnts fertig. Schlechtes Timing.
Stand: 08.12.2025
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