Reifen Diese Zutat steckt seit 30 Jahren in Conti-Reifen

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Neben klassischem Silica nutzt Continental inzwischen auch eine nachhaltigere Variante. Diese Methode soll Ressourcen schonen und die Effizienz weiter steigern.

Reishülsen haben sich als künftiges Ausgangsmaterial für nachhaltig hergestelltes Silica bewährt. Die Herstellung aus Reishülsenasche ist energieeffizienter als Silica aus herkömmlichen Materialien wie Quarzsand.(Bild:  Continental)
Reishülsen haben sich als künftiges Ausgangsmaterial für nachhaltig hergestelltes Silica bewährt. Die Herstellung aus Reishülsenasche ist energieeffizienter als Silica aus herkömmlichen Materialien wie Quarzsand.
(Bild: Continental)

Continental hat vor 30 Jahren erstmals Silica als Füllstoff in Laufflächenmischungen für Pkw-Reifen eingesetzt. Der Zusatzstoff trägt seitdem zur Verbesserung der Fahrsicherheit und Energieeffizienz bei. Wie das Unternehmen mitteilt, konnte der Rollwiderstand seither deutlich reduziert und die Bremswege auf nasser Fahrbahn nahezu halbiert werden.

So beschreibt Continental die chemische Funktion von Silica in Reifenmischungen: Silica, auch als Kieselsäure bekannt, geht während des Herstellungsprozesses chemische Bindungen mit dem Kautschukpolymer ein. In Kombination mit dem Bindemittel Silan sorgt es für eine gezielte Vernetzung der Kautschukmoleküle. Diese Strukturveränderung führt zu einer verbesserten Nasshaftung und einem optimierten Rollverhalten. Gleichzeitig ermöglicht der geringere Rollwiderstand eine effizientere Energienutzung, wodurch sowohl der Kraftstoffverbrauch bei Verbrennungsmotoren als auch der Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen sinkt.

Bereits Mitte der 1990er-Jahre brachte der Hersteller erste Serienreifen mit Silica auf den Markt. 1995 kam der Conti Eco-Contact CP auf den Markt, ein Jahr später folgte mit dem Conti Winter-Contact TS 770 der erste Winterreifen mit Silica-Anteil.

Parallel arbeitet das Hannoveraner Unternehmen an nachhaltigeren Alternativen zur herkömmlichen Silica-Gewinnung aus Quarzsand. Ein Fokus liegt auf der Verwendung von Silica aus der Asche von Reishülsen, einem Nebenprodukt der Reisverarbeitung. Diese Methode sei nicht nur ressourcenschonender, sondern auch energieeffizienter. Bereits heute kommt dieses Material in ausgewählten Reifenmodellen wie dem Ultra-Contact NXT zum Einsatz.

(ID:50352039)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung