Digitale Prozesse: Sofort auskunftsfähig

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Das Berliner Skoda-Autohaus Kossert setzt Tablets mit der App des Softwarehauses Procar ein. Es schätzt vor allem die Möglichkeit, darüber fahrzeugabhängige Pakete dazubuchen zu können.

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Ein Vorteil der tabletgestützten Direktannahme ist, dass die fotografierten Schäden automatisch in der Fahrzeugakte dokumentiert sind.
Ein Vorteil der tabletgestützten Direktannahme ist, dass die fotografierten Schäden automatisch in der Fahrzeugakte dokumentiert sind.
(Foto: Mauritz)

Vor drei Jahren nahm Christian Mette, Geschäftsführer des Skoda-Autohauses Kossert in Berlin-Schönefeld, auf der Automechanika zum ersten Mal die markenunabhängige Direktannahme-App des Darmstädter Softwarespezialisten Procar in Augenschein. Nach zweimonatigem Praxistest im Anschluss der Messe stand für ihn fest: In dieser Form würde sie keinen Mehrwert für seinen Betrieb darstellen. „Die erste Version war zu langsam und zu umständlich. Man konnte nur eine Prüfliste hinterlegen, und musste sich für eine kurze oder lange Version entscheiden“, erinnert sich Christian Mette, der seit 1998 mit dem Dealer-Management-System (DMS) Ecaros von Procar arbeitet.

Anfang dieses Jahres präsentierte der Softwarehersteller mit Skoda dem Familienbetrieb die neue Version seiner Direktannahme-App. Diesmal war Christian Mette angetan: Inzwischen ist es nämlich nicht nur möglich, die Prüflisten beliebig zu individualisieren, sondern es gibt auch eine Skoda-Paketschnittstelle: „Skoda-Händler können ihren Kunden so noch während der Dialogannahme mit dem Tablet eine fahrzeugabhängige und detaillierte Auskunft über die Preise und Verfügbarkeit von Ersatzteilen geben“, erklärt Thorsten Schmidt von Procar. Christian Mette sieht nicht nur in der höheren Transparenz dem Kunden gegenüber einen klaren Vorteil: „Rund 80 Prozent Verschleißteile sind lokal verfügbar. Bei ihnen sparen sich unsere sechs Serviceberater mithilfe der App den Gang zum Teiledienst. Zudem sinkt der administrative Aufwand, weil die Serviceberater die Papiercheckliste nicht mehr ins Dealer-Management-System einpflegen müssen.“ Der Auftrag wird automatisch im DMS angelegt. Auch im Teiledienst lässt sich bereits nach wenigen Monaten eine klare Zeitersparnis feststellen: „Unterm Strich brauchen wir dort eine halbe Stelle weniger“, bemerkt Christian Mette.